05:14 16 Juli 2018
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    Premier Jazenjuk bei den US-ukrainischen Militärübungen Fearless Guardian - 2015

    Kiews Ex-Premier Jazenjuk will Trump den Mauerbau beibringen

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    Offenbar will der ehemalige Premierminister der Ukraine, Arseni Jazenjuk, sein gescheitertes Russland-Mauer-Projekt nun in den USA vermarkten: Während eines Jugendforums in Kiew schlug der Politiker dem neuen Präsidenten Donald Trump indirekt Hilfe beim Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexico vor.

    „Falls nötig, können wir das Projekt an die USA weitergeben – es wird billiger und effektiver sein. Ich habe nachgerechnet: Ihren Berechnungen zufolge, kostet ein Kilometer Grenze rund zehn Millionen Dollar. Das ist 30 bis 40 Mal teurer als das Projekt in der Ukraine“, sagte er.

    Das ukrainische Mauerprojekt, auch als „europäische Mauer“ bezeichnet, sieht den Bau von Gräben und Sonderobjekten an der russisch-ukrainischen Grenze vor. Die Länge der Grenze beträgt mehr als 2.000 Kilometer. Laut den Plänen der ukrainischen Regierung soll die Mauer östliche Grenze der Europäischen Union werden. Der Bau sollte in zwei Etappen erfolgen: zuerst in den Gebieten Tschernihiw, Sumy und Charkiw und dann in den Gebieten Lugansk und Donezk.

    2014 hatte der damalige Premierminister der Ukraine, Arseni Jazenjuk, erklärt, dieser Schutzwall solle bis Ende 2018 fertiggestellt werden. Die Gesamtkosten des Projekts sollten sich auf etwa vier Milliarden Griwna (etwa 136 Millionen Euro) belaufen.

    Mittlerweile hat die Ukraine die Umsetzung des Projektes „Mauer“ wegen mangelnder Finanzierung gestoppt. Die Staatsanwaltschaft teilte davor jedoch mit, dass Ermittlungen wegen Veruntreuung von zwei Millionen Griwna (etwa 80.000 US-Dollar) eingeleitet worden seien.

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    Donald Trump, Arsseni Jazenjuk, Kiew, USA
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