17:56 28 März 2017
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    US-Präsident Donald Trump bei seinem Telefonat mit Russlands Staatschef Wladimir Putin

    Weißes Haus will Trumps Telefon-Leaks stopfen

    © REUTERS/ Jonathan Ernst
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    Das Weiße Haus hat Ermittlungen zum Informationsabfluss des Telefonats zwischen US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin vom 28. Januar über das Abkommen zur Verringerung der strategischen Atomwaffen „New START“ eingeleitet, wie die US-Zeitung „The Washington Post“ berichtet.

    Demnach hat sich der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, besorgt darüber geäußert, dass die Medien von Teilen des Gesprächs erfuhren, wo Trump den New-START-Vertrag kritisiert habe.

    „Die Idee ist, dass der Präsident Gespräche führen will, ohne dass diese Informationen an die Öffentlichkeit dringen. Wir versuchen, wichtige Arbeit im Namen des Staates zu erledigen“, so Spicer.

    Das Moskau-Telefonat ist WP zufolge nicht das einzige, dessen Inhalt irgendwie in die Redaktionen der Medien gelangte. Ende Januar berichtete das Blatt bereits über ernsthafte Meinungsverschiedenheiten, die in den Telefongesprächen des US-Präsidenten mit Australiens Premierminister Malcolm Turnbull und Mexikos Präsidenten Enrique Peña Nieto entstanden sein sollen. Für diese Leaks hatte Trump gegenüber dem TV-Sender Fox News „einige Mitarbeiter Obamas“ verantwortlich gemacht, die noch immer im Weißen Haus tätig seien.

    Moskauer Kreml
    © Sputnik/ Alexei Druzhinin/Anton Denisov/Pressedienst des Präsidenten von Russland
    Am Donnerstagabend meldete Reuters unter Berufung auf zwei Quellen im US-Präsidialamt, dass Putin während des Gesprächs mit Washington die Frage einer möglichen Verlängerung des New-START-Vertrags aufgeworfen habe. Trump erkundigte sich demnach zuerst bei seinen Beratern, von welchem Abkommen die Rede sei, und nannte es dann eines der misslungensten Geschäfte von Obama. Spicer verweigerte gegenüber Reuters eine Stellungsnahme zu dieser Meldung.

    Der New-START-Vertrag zwischen Russland und den USA stammt aus dem Jahre 2010 und hat eine Laufzeit bis 2021. Demnach muss jedes Land die Zahl der nuklearen Sprengköpfe und ihrer einsatzbereiten Trägersysteme auf jeweils 1550 und 700 reduzieren.

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    Tags:
    Medien, Leak, Telefongespräch, Telefonat, New-START-Vertrag, Fox News, Reuters, Washington Post, Weißes Haus, Barack Obama, Sean Spicer, Donald Trump, Wladimir Putin, Moskau, Russland, Washington, USA
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