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    Ganz eigener Bellevue-Kandidat: Sonneborn will Papa mit allen Deutschen teilen

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    Ein Konkurrent für Frank-Walter Steinmeier? Die Piratenpartei und der Satire-Politiker von Die Partei haben am Donnerstag Engelbert Sonneborn, den Vater von Martin Sonneborn, für das Amt des Bundespräsidenten vorgeschlagen. „Mein Vater, euer Vater“, so das Motto von Sonneborn Junior: Sein Papa soll nun auch Vater aller Deutschen werden.

    „Soll wirklich ein Berufspolitiker namens Frank-Walter Steinmeier am Sonntag Bundespräsident werden? Der Mann, der als verantwortlicher Architekt der Agenda 2010 gilt, der im haarsträubenden Fall des Murat Kurnaz bis heute eine Entschuldigung verweigert, und der seine Haltung zur Armenien-Resolution des Bundestages genau wie Merkel und Gabriel durch Abwesenheit zum Ausdruck brachte? Nein. Zumindest nicht ohne angemessenen Gegenkandidaten“, sagte Martin Sonneborn, Bundesvorsitzender von Die Partei, im Rahmen einer Pressekonferenz am Donnerstag.

    Und so schlug er gemeinsam mit seinen Kollegen und Mitgliedern der Bundesversammlung Michele Marsching und Patrick Schiffer einen eigenen Kandidaten vor: Engelbert Sonneborn – 78 Jahre alt, parteilos und Vater von Martin Sonneborn.

    ​„Er ist eine ehrliche Haut im besten Bundespräsidentenalter – 78 Jahre – und hat bis heute keiner Fliege etwas zuleide getan“, argumentiert Sonneborn Junior. Ob das nicht störe, wenn er seinen Vater mit der gesamten Nation teilen müsse? „Wenn unser Land uns ruft, dann stehen wir bereit“, kommentiert der stolze Sohn gegenüber Sputnik.

    Der Bundesvorsitzende der Piratenpartei, Patrick Schiffer, hat eigenen Angaben nun nach ein gutes Gefühl in Bezug auf den Ausgang der Bundespräsidentschaftswahl am Sonntag. Gegenüber Sputnik zeigte er sich überzeugt, dass Steinmeier nun ernsthaft auf Stimmenfang gehen müsse.

    Bei der Pressekonferenz verglich er deutsche Politiker über 60 mit Elefanten mit stumpfen Zähnen und bezeichnete das Bundespräsidentenamt als Elefantenfriedhof der deutschen Politik. „Mit 78 Jahren hat Engelbert Sonneborn ausreichend Zeit für repräsentative Aufgaben. Anders als Frank Walter Steinmeier, der 17 Jahre jünger ist, liegt er dem Staat später nicht lange auf der Tasche. Man kann also mit Fug und Recht behaupten: Er ist ein günstiger Kandidat, in vielerlei Hinsicht“, so Schiffer.

    ​Und Michele Marsching zufolge kann es sowieso keinen besseren Kandidaten geben: „Jeder Kandidat ist besser als Steinmeier, unser Kandidat ist der beste Kandidat, denn er ist sehr gut!“, äußerte sie im Sputnik-Interview.

    Engelbert Sonneborn selbst hielt sich bei der Pressekonferenz vorerst im Hintergrund. Das dürfte sich natürlich ändern, wenn er am Sonntag zum Präsidenten der Bundesrepublik gewählt wird. Die größten Chancen auf den Wahlsieg hat aber wohl trotz allem der ehemalige Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier.

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