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17:14 17 Oktober 2019
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    OSZE-Beobachter in Awdijewka, Ukraine

    Lawrow: OSZE kann Ukraine nicht länger in Schutz nehmen

    © REUTERS / Gleb Garanich
    Politik
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    Die OSZE-Mission in der Ukraine arbeitet neutral und hat bereits verstanden, dass sie nicht länger für die ukrainischen Streitkräfte im Donbass einstehen kann, wie der russische Außenminister Sergej Lawrow meint.

    „Sie (die ukrainische Seite – Anm. d. Red.) schiebt scheinheilig weiterhin alles uns und dem Donbass zu, sogar den Berichten der speziellen Beobachtermission (Special Monitoring Mission, SMM) der OSZE zuwider, die immer neutral zu sein versuchte“, erklärte Lawrow in einer Sendung des russischen Fernsehsenders NTV.

    „Wenn die SMM der OSZE den Beschuss und dessen Richtung, aus der dieser erfolgt, in ihren Berichten anführt, aber nicht direkt sagt, dass der Beschuss seitens der ukrainischen Streitkräfte begann, so bedeutet diese ‚Neutralität‘, dass die Mission versteht, dass sie sich nicht länger für die ukrainische Armee und diese Bataillons in die Bresche werfen kann“, betonte Lawrow.

    Ende Januar hatten die Volksmilizen und Regierungsarmee die Zuspitzung der Situation im Donbass gemeldet.

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    Dabei erklärte das ukrainische Verteidigungsministerium, dass „unsere Kerle Meter um Meter, Schritt für Schritt heroisch“ vorangekommen seien.

    Der militärische Konflikt im ostukrainischen Kohlerevier Donbass schwelt seit rund zwei Jahren. Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk geschickt, nachdem diese den nationalistischen Staatsstreich vom Februar in Kiew nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten.

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    Bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und örtlichen Bürgermilizen sind laut UN-Angaben mehr als 9500 Menschen ums Leben gekommen. Formell gilt seit September 2015 in der Region eine Waffenruhe.

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    Tags:
    Special Monitoring Mission (SMM), OSZE, Sergej Lawrow, Ukraine, Russland