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01:27 24 Juli 2019
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    Russischer Kampfjet Su-34 auf Luftwaffenstützpunkt Hmeimim, Latakia, Syrien

    Zeitung: Russland will türkische Offensive auf syrische Kurden hemmen

    © Foto : Russian Defence Ministry
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    Russland soll weitere Kampfjets nach Syrien verlegt haben. Nach unbestätigten Informationen der Tageszeitung „Nesawissimaja Gaseta“ sollen diese den Kurden den Rücken stärken, die gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ und zugleich gegen die türkische Expansion in Nordsyrien kämpfen.

    Vier Jagdbomber vom Typ Su-34 seien am Sonntag auf dem russischen Luftwaffenstützpunkt Hmeimim in Latakia eingetroffen, berichtet die „Nesawissimaja Gaseta“ unter Berufung auf syrische Quellen. Moskau hat das offiziell bislang nicht bestätigt. Dennoch verweist die Zeitung darauf, dass die russische Luftwaffe mit intensiveren Angriffen auf die IS-Terrorkämpfer in al-Bab ihre Unterstützung für die Kurdenmilizen und die Truppen von Syriens Präsident Baschar al-Assad in der Region verstärkt habe.

    Seit der jüngsten Reduzierung der russischen Luftwaffengruppe in Syrien im Januar „haben die syrischen Regierungstruppen noch immer keine entschiedene Offensive auf den IS begonnen“, konstatiert die Zeitung.

    „Zugleich haben die Türkei und die US-geführte Koalition ihr Vorgehen wesentlich intensiviert. Dadurch entstand die Gefahr, dass die wichtigsten Ölfelder am linken Ufer des Euphrat nach der Zerschlagung des IS in Rakka und Deir ez-Zor an die Amerikaner fallen und die wichtigsten Städte al-Bab und Azaz im Norden der Provinz Aleppo von der Türkei besetzt werden.“

    Die Türkei macht kein Hehl daraus, dass ihre Armee nicht nur gegen den IS, sondern auch gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG kämpft. Laut Medien sollen türkische Flugzeuge am Wochenende die YPG-Stellungen im Norden Aleppos bombardiert haben.

    Im Raum Manbij heben Kurden, so die „Nesawissimaja Gaseta“, unterdessen Schützengräben aus, um das Vorrücken der türkischen Armee in ihre Gebiete zu behindern. „Nach Angaben der Agentur Аnadolu berieten die kurdischen Kommandeure und Assad-Vertreter am Wochenende auf dem russischen Stützpunkt Hmeimim über Schritte, um die türkische Expansion in Nordsyrien zu verhindern", berichtet die „Nesawissimaja Gaseta“. Sie schließt jedoch nicht aus, dass es sich bei dem Аnadolu-Bericht um eine Desinformation handeln könnte.

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    Tags:
    Su-34, Türkei, Russland, Hmeimim, Syrien