03:10 22 November 2019
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    Trump-Regierung schon von Russland-Phobie befallen? – Russischer Außenpolitiker

    © REUTERS / Mark Kauzlarich
    Politik
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    Die Russland-Phobie hat sich womöglich schon auf die Regierung des neuen US-Präsidenten Donald Trump ausgebreitet, wie der Chef des Auswärtigen Ausschusses des russischen Föderationsrates (Parlamentsoberhaus), Konstantin Kossatschow, am Dienstag angesichts des Rücktritts von Trumps Sicherheitsberater Michael Flynn erklärte.

    „Den Sicherheitsberater für Kontakte zum russischen Botschafter in den Rücktritt zu schicken – eine übliche diplomatische Praxis – ist nicht einmal Paranoia, sondern etwas unermesslich Schlimmeres“, schrieb Kossatschow via Facebook.

    Ihm zufolge betrachtet man somit in Washington die Bereitschaft zum Dialog mit Moskau als strafbares Denken.

    „Entweder hat Trump nicht die gesuchte Eigenständigkeit erlangt, und man versucht ihn konsequent – und nicht ohne Erfolg – in die Enge zu treiben, oder aber die Russland-Phobie hat nun auch schon die neue Regierung von oben bis unten durchdrungen“, ergänzte Kossatschow.

    Zuvor war bekannt geworden, dass Michael Flynn, der Sicherheitsberater des US-Präsidenten, seinen Rücktritt eingereicht habe. Wie Flynn in seinem Rücktrittsgesuch zugegeben haben soll, habe er dem US-Vizepräsidenten Michael Pence und anderen Vertretern des Weißen Hauses unabsichtlich unvollständige Informationen über die mit dem russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak, noch vor der Amtseinführung von Donald Trump geführten Telefonate geliefert.

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    Tags:
    Michael Pence, Donald Trump, Michael Flynn, Russland, USA