10:52 01 Oktober 2020
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    Seit Januar 2016 operiert in der Ukraine das Freiwilligenbataillon „Asker“. Gegründet wurde es mit Unterstützung der Medschlis, einer extremistischen Vereinigung der Krim-Tataren. Nun will das ukrainische Verteidigungsministerium die „Asker“-Mitglieder in die Marineinfanterie aufnehmen, wie die Behörde selbst mitteilte.

    Sollten die „Asker“-Mitglieder sich dazu bereit erklären, freiwillig in die Reihen der ukrainischen Streitkräfte einzutreten, werde das Verteidigungsministerium ihre Aufnahme prüfen. Ihren Dienst würden die Freiwilligen dann in der Krim-Einheit der ukrainischen Marineinfanterie leisten, sagte der ukrainische Verteidigungsminister Stepan Poltorak.

    Der Minister betonte, dass die Zugehörigkeit der „Asker“-Mitglieder zum Islam in der neuen Spezialeinheit berücksichtigt werde: „Es werden alle Bedingungen geschaffen, die für die Religionsausübung notwendig sind“, heißt es in der Ministeriumsmitteilung.

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    Jüngst erst kam es zu einem Zusammenstoß zwischen dem Freiwilligenbataillon und den ukrainischen Streitkräften. Die ukrainische Armee hatte am 12. Februar ein „Asker“-Lager in der Nähe der Grenze zur Halbinsel Krim wegen des Verdachts auf illegalen Waffenbesitz durchsucht und dabei große Mengen Sprengstoff, Panzerfäuste und Maschinengewehre sichergestellt. Später am selben Tag drangen maskierte Kräfte mit einem Schützenpanzer in das Lager ein und verhafteten die Angehörigen des Bataillons. Am Tag darauf entschuldigte sich der Kommandeur einer ukrainischen Armeeeinheit für den Vorfall auf dem „Asker“-Stützpunkt.

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    Asker, Krim, Ukraine