02:59 25 März 2017
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    Michael Flynn, Ex-Sicherheitsberater des US-Präsidenten Donald Trump

    Flynn enthüllt Details aus Gespräch mit russischem Botschafter

    © AFP 2017/ Mandel Ngan
    Politik
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    Der zurückgetretene Nationale Sicherheitsberater des US-Präsidenten Donald Trump, Michael Flynn, hat nach eigenen Angaben im Gespräch mit dem russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak, nicht die Sanktionen, sondern die jüngste Ausweisung von 35 russischen Diplomaten erörtert.

    „Es ging nicht um die Sanktionen. Es ging um 35 Personen, die abgeschoben wurden“, sagte Flynn wenige Stunden vor seinem Rücktritt in einem Interview mit dem Portal „Daily Caller“, welches am 14. Februar veröffentlicht wurde. „Und so ist nun alles umgeschlagen.“

    Flynn will nie etwas über eine Milderung von Sanktionen gesagt haben: „Es war im Grunde genommen so: 'Hör mal, ich weiß, dass das passiert ist. Wir werden alles prüfen.' Ich habe nie so etwas wie 'Wir haben vor, die Sanktionen zu revidieren' oder ähnliches gesagt“, betonte der Ex-Berater.

    Flynn mache sich viel mehr Sorgen über den Verlust von geheimen Daten an die Medien, darunter auch von Gesprächen zwischen Politikern. Derartige Handlungen bezeichnete der ehemalige Trump Berater als Straftat. „In einigen Fällen handelt es sich um Sachen, die über die Grenzen des geheimen Systems hinausgetragen und an Journalisten weitergegeben wurden. Das ist ein Verbrechen“, so Flynn.

    Zuvor war berichtet worden, dass Trumps Nationaler Sicherheitsberater zurücktrete. In seinem Rücktrittsgesuch soll er zugegeben haben, er habe dem US-Vizepräsidenten Michael Pence und anderen Vertretern des Weißen Hauses unabsichtlich unvollständige Informationen über die mit dem russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak, geführten Telefonate zur Verfügung gestellt.

    Davor hatte die US-Zeitung „The Washington Post“ mitgeteilt, dass Flynn und Kisljak am 29. Dezember fünf Telefonate geführt hätten – im Zeitraum zwischen der Bekanntgabe der neuen US-Sanktionen und der Entscheidung von Präsident Wladimir Putin, keine Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

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    Tags:
    Diplomaten, Abschiebung, Sanktionen, Gespräch, Sergej Kisljak, Michael Flynn, Russland, USA
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    Alle Kommentare

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      joerg
      oh der macht sich Gedanken um geheime Daten, das ist ja mal was ganz neues. Also das sah hier noch anders aus: www.tagesschau.de/sendung/netzreporter
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      viceman
      also auc untter trump ändert sich nichts, wäre t. wirklich ein kerl und macher, dann hätte er flynn halten müssen. gekonnt hätte er es sicher ...
    • Isnogud
      Amerika wäre gut beraten, erstmal innenpolitisch aufzuräumen. Weder die Sanktionen, noch die Mauer sind derzeit von Bedeutung, sondern die katastrofale Lage innerhalb der eigenen Machtstrukturen. Sollten tatsächlich - wie kolpotiert wird - bis zu 30% der höchsten Politiker - im sog. Pizzagate verwickelt sein, dann erwartet die Bevölkerung Amerikas endlich die von ihrem Präsidenten im Wahlkampf angedeuteten Schritte. Erfolgen diese nicht, so muß man fast davon ausgehen, daß er selbst tief in genau jenem Schlamm steckt, den er ausräumen wollte. Auf Weiners Laptop befindet sich genug kompromittierendes Material, das Anlass genug sein sollte, entsprechende Schritte einzuleiten.
    • altes.fachbuchAntwort anIsnogud(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Isnogud,
      um den stall auszumisten, müsste er wie erdogan einen enthauptungsschlag führen gegen alle 4 gewalten!!!
      und das will er nicht
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      Novaris
      Flynn hat einen unverzeihlichen Fehler gemacht und muss zurücktreten. Die alten Kräfte werden einen Russland-Freund nach dem anderen aus der Regierung Trump herausbrechen, um auf die alte Konfrontationspolitik zu Russland zurückkehren zu können.
      Der nächste Rücktrittskandidat könnte Tillerson sein, zumal er Putin persönlich kennt.
    • RichardLeo
      ...die Hexenjagt der anti-demokraten wird immer abstruser ... ^^

      ...doch zeigt sie leider Wirkung - auch bei Trump...

      ...Russland sollte sich eines merken.....: traue NIEMALS einem yankee - und seinen Hörigen schon gleich gar nicht ..... ^^
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      hihardt
      Ich gehe mal davon aus, dass Flynn "zurückgetreten wurde", weil bestimmten Leuten seine weniger harte Art gegenüber Russland nicht gefiel. Dann schneidet man in die Telefonate etwas hinein und schon stimmt die gewünschte Richtung! im Zweifelsfall hat die CIA die Finger mit im Spiel. - Schade um den Mann, der war offensichtlich fähig.
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      hihardtAntwort anNovaris(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Novaris,
      so sehe ich das auch!
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      NovarisAntwort anIsnogud(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Isnogud, .......dem als Adler angetretenen Mr. Trump werden so nach und nach die Flügel gestutzt ---- bis er als gewöhnliches Suppenhuhn in der Hühnersuppe endet !
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      At_Tiffany
      Alles dummes Zeug !

      Wenn Trump nun, ohne überhaupt Präsident Putin je getroffen zu haben, darauf besteht, Russland müsse die Krim "zurückgeben", dann ist die/eine neue Russlandpolitik geschmissen. Was soll Flynn da noch? Er kann ja schlecht öffentlich sagen, dass Trump plötzlich für eine andere, Russlandfeindliche Politik steht und er deshalb den beraterstab verlässt, dazu ist er zu loyal.

      Was den Sinneswandel bei Trump ausgelöst hat, wissen wir nicht. In einem halben Jahr stellen wir fest, Obama heisst jetzt Trump und das war es.
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      Joesi
      Im Lügen "Clinton, Clapper und Bennen Sumpf" von Washington kann nur der Schlechteste und übelste Charakter existieren!! Flynn mal gerade 2 Monate!....es zeigt, daß er der Richtige und Aufrichtige für sein Amt war!
      Trump sollte Flynn sofort zurückholen!
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      info
      So wird dem US Präsidenten, das Rückgrat GEBROCHEN und zwar Wirbel für Wirbel.
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      JoesiAntwort aninfo(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      info, wie kann Trump nur so tatenlos sein!!????
    • Kostia
      "...nicht die Sanktionen, sondern die jüngste Ausweisung von 35 russischen Diplomaten erörtert."

      Das war aber auch ein Teil der Sanktionen.
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      Widerspruch
      naja, vielleicht ist das auch nur ein spiel. er ist vielleicht ein geplantes bauernopfer, denn irgendwie muß trump ja mit dem alten Establishment und STrukturen umgehen. einen kompletten schwenk kann und wird Trump nicht machen können, dafür hat er nicht die Macht. The show must go on!
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      Ghatanothoa
      Um es klar auszudrücken: Mike Flynn wurde vom Deep State abgesägt! Nicht anderes offenbart sich hier dem Auge eines logisch denkenden Betrachters.

      Und ganz speziell steckt hier der CIA dahinter. Aus zwei Gründen.

      Erstens: Flynn ist ein erklärter Feind des CIA und hatte in der Vergangenheit die CIA und die Obama-Administration in einem Report vorgeführt und der IS-Unterstützung entblößt, als er selbst noch Chef des DIA war. CIA und DIA sind miteinander verfeindete Geheimdienste. Und offenbar hatte Flynn als Nationaler Sicherheitsberater nun auch vor, bei der CIA ordentlich aufzuräumen.

      Zweitens: Mit Hilfe der Sache, die aktuell vom Deep State um Flynn gesponnen wurde, wollte man Trump und seine außenpolitische Agenda kompromittieren und sabotieren und Trumps internationales Ansehen als Präsident weiter aushöhlen.

      Flynn hätte nicht zurücktreten müssen. Er hätte auch einfach standhaft bleiben können, vor allem da er weiß, welche Kräfte hinter allem stecken und was deren Ziele sind. Aber ich denke, dass Flynn sich hier bewusst für Trump ins Schwert geworfen hat, um den entsprechenden Leuten vorerst den Wind aus den Segeln zu nehmen. Und ich schließe daher auch nicht aus, dass es geheime Absprachen zwischen Flynn und Trump gab. Trump hat bis zum Tag vor Flynns Rücktritt diesem noch 100%iges Vertrauen zugesichert. Und Trump ist ein Mann, der Loyalität mit Loyalität belohnt. Es ist nicht auszuschließen, dass Flynn im Hintergrund noch in irgendeiner Weise weiter für Trump eine Rolle spielen wird, egal ob beratend oder anderweitig.
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      GhatanothoaAntwort anAt_Tiffany(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      At_Tiffany, Wissen Sie, ob Trump das wirklich gesagt hat, dass Russland die Krim zurückgeben muss? Nein. Das was Sean Spicer auf der Pressekonferenz gesagt hat, ist der offizielle Standpunkt, den das Weiße Haus im Allgemeinen bezüglich dieses Themas gegenüber der Mainstream-Presse vertritt und Spicer hat dabei auch nur auf die Erklärung Nikki Haleys bei ihrer Rede vor der UN verwiesen, die im Grunde dort bereits das gleiche sagte. Dabei sollte man sich aber mehrerer Fakten bewusst werden.

      Erstens: Trump hat bisher in keinem einzigen Statement (Twitter, Interview, Rede, etc.) persönlich gesagt, dass er die Rückgabe der Krim von Russland fordert. Im August letzten Jahres sagte er sogar eindeutig, dass er sich bewusst sei, dass das Volk auf der Krim zu Russland gehören will und gar mit der Überlegung gespielt, prüfen zu wollen, ob die Krim zukünftig als Teil Russlands anzuerkennen ist. Bisher gab es von Trump persönlich keinerlei gegenteilige oder revidierende Aussagen.

      Zweitens: UN-Botschafterin Nikki Haley traf sich zwei Tage nach ihrer Rede vor der UN nochmal persönlich mit dem russischen Botschafter Vitaly Tschurkin in dessen Privatresidenz in New York. Sie suchte ihn aus eigener Intention auf. Das ist ein recht ungewöhnliches, seltsames Vorgehen. Dort bedauerte Sie dann im Zwiegespräch mit Tschurkin ihre Aussagen bezüglich der Krim und der russischen Aggression im Rahmen ihrer Rede vor der UN. Warum bedauerte sie es? Sie bedauerte es, weil das Thema "Russische Aggression" ein Pflichtthema war, das sie in ihrer ersten Rede erörtern musste. Sie konnte sich das Thema nicht selbst aussuchen. "Erörtern" bedeutet zudem, dass nur vorhandene Sachlagen und Sichtweisen wiedergegeben werden, ohne Einbringung eigener Meinungen und individueller Sichtweisen. Es ist daher davon auszugehen, dass es nicht unbedingt ihrer eigenen Sichtweise entspricht.

      Hinzu kommt, dass Haley ihre fertige Rede zuvor an das Weiße Haus schickte, welches diese Rede bestätigen oder ablehnen sollte. oder ggf. Änderungen vorschlagen sollte. Die Rede wurde vom Weißen Haus aber weder bestätigt, noch abgelehnt und es wurde auch keine geänderte Fassung rausgegeben. Haley erhielt bis zum Termin ihres Auftritts vor der UN schlicht gar keine Antwort vom Weißen Haus. Sie hielt die Rede über das Thema dann einfach so wie aufgetragn. Das bedeutet, dass gar nicht klar ist, ob der Inhalt von Haleys Rede überhaupt der Linie von Trump oder des Weißen Hauses offiziell entspricht.
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      GhatanothoaAntwort anAt_Tiffany(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      At_Tiffany, Wissen Sie, ob Trump das wirklich gesagt hat, dass Russland die Krim zurückgeben muss? Nein. Das was Sean Spicer auf der Pressekonferenz gesagt hat, ist der offizielle Standpunkt, den das Weiße Haus im Allgemeinen bezüglich dieses Themas gegenüber der Mainstream-Presse vertritt und Spicer hat dabei auch nur auf die Erklärung Nikki Haleys bei ihrer Rede vor der UN verwiesen, die im Grunde dort bereits das gleiche sagte. Dabei sollte man sich aber mehrerer Fakten bewusst werden.

      Erstens: Trump hat bisher in keinem einzigen Statement (Twitter, Interview, Rede, etc.) persönlich gesagt, dass er die Rückgabe der Krim von Russland fordert. Im August letzten Jahres sagte er sogar eindeutig, dass er sich bewusst sei, dass das Volk auf der Krim zu Russland gehören will und gar mit der Überlegung gespielt, prüfen zu wollen, ob die Krim zukünftig als Teil Russlands anzuerkennen ist. Bisher gab es von Trump persönlich keinerlei gegenteilige oder revidierende Aussagen.

      Zweitens: UN-Botschafterin Nikki Haley traf sich zwei Tage nach ihrer Rede vor der UN nochmal persönlich mit dem russischen Botschafter Vitaly Tschurkin in dessen Privatresidenz in New York. Sie suchte ihn aus eigener Intention auf. Das ist ein recht ungewöhnliches, seltsames Vorgehen. Dort bedauerte Sie dann im Zwiegespräch mit Tschurkin ihre Aussagen bezüglich der Krim und der russischen Aggression im Rahmen ihrer Rede vor der UN. Warum bedauerte sie es? Sie bedauerte es, weil das Thema "Russische Aggression" ein Pflichtthema war, das sie in ihrer ersten Rede erörtern musste. Sie konnte sich das Thema nicht selbst aussuchen. "Erörtern" bedeutet zudem, dass nur vorhandene Sachlagen und Sichtweisen wiedergegeben werden, ohne Einbringung eigener Meinungen und individueller Sichtweisen. Es ist daher davon auszugehen, dass es nicht unbedingt ihrer eigenen Sichtweise entspricht.

      Hinzu kommt, dass Haley ihre fertige Rede zuvor an das Weiße Haus schickte, welches diese Rede bestätigen oder ablehnen sollte, oder ggf. Änderungen vorschlagen sollte. Die Rede wurde vom Weißen Haus aber weder bestätigt, noch abgelehnt und es wurde auch keine geänderte Fassung rausgegeben. Haley erhielt bis zum Termin ihres Auftritts vor der UN schlicht gar keine Antwort vom Weißen Haus. Sie hielt die Rede über das Thema dann einfach so wie aufgetragen. Das bedeutet, dass gar nicht klar ist, ob der Inhalt von Haleys Rede überhaupt der Linie von Trump entspricht.
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      cc1Antwort anKostia(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Kostia, absolut richtig!!
      Und, zum zeitpunkt des gesprächs über teile der sanktionen war er noch nicht im amt und somit zivilist!
      Als zivilist ist es in den usa verboten, mit diplomaten anderer staaten "verhandlungen" zu führen. Er hat sich auch noch strafbar gemacht!!
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