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    US-Präsident Donald Trump telefoniert erstmals seit seinem Amtsantritt mit dem russischen Amtskollegen Wladimir Putin (Symbolbild)

    Trump-Berater schon früher in Kontakt mit Russlands Geheimdiensten - NYT

    © REUTERS / Jonathan Ernst
    Politik
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    Telefonmitschnitte zeugen davon, dass führende Mitglieder von Donald Trumps Wahlkampfteam noch vor der US-Präsidentschaftswahl im November 2016 Kontakte zu hochrangigen russischen Geheimdienstlern unterhalten haben, wie die US-Zeitung „The New York Times“ (NYT) unter Verweis auf „drei derzeitige und frühere Behördenvertreter“ berichtet.

    „Telefonaufzeichnungen und abgehörte Anrufe zeigen, dass Mitglieder von Donald J. Trumps Präsidentschaftskampagne 2016 und andere Trump-Partner im Laufe des Jahres vor der Wahl mehrfach Kontakte mit hochrangigen Mitarbeitern russischer Nachrichtendienste unterhielten“, schreibt NYT.

    Die Gespräche sollen stattgefunden haben, als die US-Strafverfolgungsbehörden und US-Nachrichtendienste immer mehr Beweise dafür fanden, dass Russland versucht habe, die US-Präsidentschaftswahl per Cyber-Angriffe auf Server der Demokraten zu beeinflussen. Somit hätten die Geheimdienste klären wollen, ob Trumps Kampagnenmitglieder in Absprache mit Russland durch Hackerangriffe oder andere Weise auf die Wahl Einfluss genommen haben, schreibt NYT. Bislang seien aber keine Beweise einer solchen Absprache entdeckt worden.

    Den NYT-Quellen zufolge sollen sich aber nicht nur Vertreter von Trumps Wahlkampfteam, sondern auch anderer Personen aus dessen Umfeld an den Telefonaten beteiligt haben. Von russischer Seite hätten außerdem Regierungsvertreter, die nicht in Verbindung zu den Geheimdiensten des Landes stünden, an den Kontakten teilgenommen.

    Namentlich wird von der US-Seite nur Paul Manafort, ehemaliger Leiter von Trumps Wahlkampfteam und Ex-Berater des früheren ukrainischen Staatschefs Viktor Janukowitsch, genannt. Er selbst streite aber ab, beteiligt gewesen zu sein. Andere Namen von Personen nennt das Blatt nicht.

    Mittlerweile hat der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Dmitri Peskow, Stellung zu dem NYT-Bericht genommen. Ihm zufolge ist nichts Außergewöhnliches an den Kontakten zwischen US- und Russland-Vertretern. „Das ist gewöhnliche diplomatische Praxis“, so Peskow.

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    Tags:
    Hackerangriffe, Server, Demokraten, Cyber-Attacke, Geheimdienste, US-Präsidentschaftswahl 2016, The New York Times, Paul Manafort, Donald Trump, USA, Russland