03:47 25 September 2020
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    Der aktuelle Plan zur Modernisierung der US-Atomwaffen wird etwa 400 Milliarden Dollar kosten, berichtet die Website Defense News unter Berufung auf das Weiße Haus.

    Die Umsetzung dieses Plans wird voraussichtlich den Zeitraum von 2017 bis 2026 in Anspruch nehmen. Die vom Haushaltsausschuss des US-Kongresses veröffentlichte Zahl von 400 Milliarden Dollar ist um 15 Prozent größer als die 348 Milliarden Dollar, auf die dieses Programm zuvor für die Jahre 2015 bis 2024 geschätzt worden war. Beide Einschätzungen berücksichtigen den Inflationsfaktor, so Defense News.

    In den kommenden zehn Jahren wird der Hauptakzent auf die Modernisierung der nuklearen „Triade“ gesetzt, denn mehrere Programme werden nach Abschluss der theoretischen Vorarbeit in dieser Zeit in die Phase der praktischen Umsetzung übergehen. Daran arbeiten das Pentagon und das Departement für Energiewirtschaft.

    Zu den wichtigsten Programmen der nächsten Dekade gehören auch der Ersatz von Atom-U-Booten der Ohio-Klasse, die Entwicklung des neuen B-21-Bombers, der konventionelle und Atomwaffen tragen kann, der Ersatz von aktuellen Interkontinentalraketen Minuteman III und die Entwicklung von neuesten luftgestützten Marschflugkörpern LRSO (Long Range Standoff).

    Für diese Atomprogramme sind in den kommenden zehn Jahren dem Haushaltsausschuss zufolge etwa sechs Prozent des gesamten Militäretats vorgesehen. 189 Milliarden Dollar sollten demnach für strategische Trägersysteme und für die Verteidigung dieser Systeme ausgegeben werden. Neun Milliarden Dollar wären für taktische Trägersysteme für Atomwaffen bestimmt. 87 Milliarden Dollar würde die Arbeit der Atomwaffen-Laboratorien im US-Energieministerium und weitere 58 Milliarden Dollar die Arbeit des Verteidigungsministeriums kosten.

    Atomwaffen-Test
    © Flickr / International Campaign to Abolish Nuclear Weapons
    Dabei bleiben 56 Milliarden Dollar unberücksichtigt, die dem Haushaltsausschuss zufolge „für zusätzliche Ausgaben bestimmt sind, falls diese Atomprogramme mehr als geplant kosten sollten.“

    In dem Bericht ist auch der Faktor nicht mit berücksichtigt, dass die Administration Donald Trumps den aktuellen Plan, den sie von der Obama-Administration „geerbt“ hat, korrigieren könnte. Präsident Trump hat bereits einen entsprechenden Bericht beantragt, mit dessen Vorbereitung sich sein Verteidigungsminister James Mattis beschäftigt.

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    Tags:
    Modernisierung, Atomarsenal, Donald Trump, USA