02:52 25 März 2017
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    Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko

    Poroschenko befürchtet Milliardenverluste wegen Handelssperre gegen Donbass

    © REUTERS/ Gleb Garanich
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    Dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko zufolge wird die Blockade im Handel mit dem Donbass bis zu zwei Milliarden US-Dollar Verluste auslösen und sich dadurch auf den Griwna-Wechselkurs auswirken.

    Der Staat wird bis zu zwei Milliarden US-Dollar Devisenbestände verlieren – mit allen sich daraus ergebenden Folgen für den Griwna-Kurs“, sagte der Präsident auf einer Festveranstaltung zum Tag der Ehrung für Teilnehmer der Kampfhandlungen in anderen Ländern.

    Eine Gruppe ehemaliger Teilnehmer der Militäroperation im Donbass, darunter Abgeordnete der Werchowna Rada, hatten Ende Januar aus Protest gegen die Handelsbeziehungen mit den „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk die Güterbahnstrecke auf dem von Kiew kontrollierten Territorium des Gebietes Lugansk blockiert. Zur Begründung hieß es, der Handel mit den selbsterklärten Republiken sei ungesetzlich und die diesbezüglichen Gütertransporte seien Schmuggel. Später wurden auch zwei Bahnstrecken im Gebiet Donezk gesperrt.

    Das hat zu Lieferausfällen von Anthrazitkohle geführt, die auf von Kiew nicht kontrollierten Territorien der Donbass-Region gefördert wird. Die ukrainischen Behörden sahen sich am Mittwoch gezwungen, Notmaßnahmen zur Einsparung von  Energieressourcen einzuführen.

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    Alle Kommentare

    • Germane
      Hatte Poroschenko einen kurzen, nüchternen Moment ?
    • Isnogud
      Bei Erfüllung der Minsker-Abkommen seitens Kiew wäre das nicht passiert, aber was sind schon zwei Milliarden, wenn das Pentagon dem Ukrainischen Millitär satte 350 Millionen in Aussicht stellt. Fließt so oder so in die Taschen der korrupten Politiker.
    • OBLIVION
      Trotzdem mal wichtig zu erwähnen, dass
      nicht etwa der Donbass die Kohlelieferungen
      blockiert, sondern Poroschenko immer mehr
      die Kontrolle über die US-gesteuerten und
      finanzierten Terror-Banden im eigenen
      Land verliert!!
    • Georgi Konstantinowitsch
      Tja, wer nicht hören will muss fühlen.
      Viel runter zu wirtschaften gibt es ja nicht mehr.
      Traurig ist nur das Schicksal der einfachen Menschen, viele von denen waren ab Herbst 2013 auf dem Madain und wollten wohl eine ganze Menge, nur nicht das jetzige Chaos im Irrenhaus Ukraine. Jetzt stellt sich doch heraus, dass die Schnittchen, gereicht von den freiheitsliebenden Gestalten Kerry, McCain, Nuhland, Steinmeier..., doch nicht kostenlos sind.
      Wie gehts eigentlich dem Freiheitskämpfer Klitschko, von dem war ja lange nichts zu lesen und zu hören.
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