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    Wasserversorgung in Aleppo

    Syrien: Aleppo-Gouverneur arbeitet an alternativer Wasserversorgung

    © AFP 2017/
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    Lage in Syrien (2017) (381)
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    Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS, auch Daesh) hat den Einwohnern der syrischen Stadt Aleppo schon wenige Stunden nach der Wiederherstellung der Wasserversorgung erneut das Wasser abgedreht, wie der Gouverneur von Aleppo, Hussein Diab, im Gespräch mit der Agentur Sputnik sagte.

    Gleich nach der Instandsetzung der vom IS zerstörten Pumpstation „Suleiman“ bei Aleppo war ihm zufolge die Wasserversorgung in der Stadt wieder in Gang gebracht worden. Aber schon wenige Stunden später hätten IS-Kämpfer den Wasserzufluss nach Aleppo im Dorf al-Kafsa im Osten der Provinz, von wo aus die Stadt ihr Wasser erhält, erneut gesperrt.

    Wie der Gouverneur ferner mitteilte, soll nach dem Eintreffen von Vertretern der Rothalbmond-Bewegung ein Aktionsplan zur Überwindung der Havarie-Situation realisiert werden, um die Wasserversorgung auf eine alternative Art und Weise zu gewährleisten.

    Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF hatte bereits berichtet, dass in Aleppo und Umgebung 1,8 Millionen Menschen unter Wassermangel leiden würden. Demnach leiden unter den Unterbrechungen der Wasserversorgung vor allem Kinder. Sie müssten stundenlang nach Wasser anstehen, wo doch die Stadt weiterhin beschossen werde. Das sei ein Risiko für Leben und Gesundheit der Kinder, und es stehle ihnen die Zeit, die sie zum Lernen oder Spielen nutzen könnten.

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    Wasser, Terrormiliz Daesh, Unicef, Aleppo, Syrien