05:03 22 Februar 2017
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    Situation in Mossul (Archivbild)

    Wohin IS-Kämpfer nach Mossul-Befreiung fliehen könnten Kurdischer Geheimdienstler

    © REUTERS/ Felipe Dana/The Associated Press/Courtesy of World Press Photo Foundation
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    Kampf gegen IS-Terror (2017) (76)
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    Die Kämpfer der Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) werden sich nach der Befreiung der irakischen IS-Hochburg Mossul im Gebirge des Landes verschanzen und ihre Taktik ändern, wie Lahur Talabani, führendes Mitglied des kurdischen Geheimdienstes, am Donnerstag gegenüber der Agentur Reuters sagte.

    „Mossul wird befreit. Ich denke, dass wir dennoch eine asymmetrische Kriegsführung befürchten müssen“, sagte Talabani.

    Als möglichen Unterschlupf der Terroristen nannte er die Hamrin-Berge im Nordosten des Irak, von wo aus diese in verschiedene Provinzen kommen könnten.

    Die Hauptlast würde in der neuen Situation von der Armee auf die Sicherheitskräfte des Landes übertragen. Laut Talabani wird ein Teil der Kämpfer trotzdem fliehen und „schlafende Zellen“ bilden können.

    „Die Spannungen in der Region dauern noch mehrere Jahre an. Da bin ich ganz sicher“, sagte Talabani.

    Zudem schloss er nicht aus, dass auch neue Gruppierungen entstünden, die politische Differenzen im Irak ausnutzen könnten.   

    Die irakische Armee führt seit dem 17. Oktober gemeinsam mit der Volkswehr und den kurdischen Peschmerga-Abteilungen sowie mit Unterstützung der Fliegerkräfte der US-geführten internationalen Koalition eine Operation zur Befreiung Mossuls von den IS-Terroristen.

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    Befreiung, Terrormiliz Daesh, Lahur Talabani, Irak