05:42 12 Dezember 2017
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    Kohlegrube im Donbass (Archivbild)

    Donezker Republikchef zu Handelsblockade: „Kiew kann Wärmeversorgung vergessen“

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    Der Donbass wird die von den ukrainischen Radikalen organisierte Blockade im Handel bewältigen können, Kiew aber kann in ein paar Wochen „die Wärmeversorgung und den Energiesektor vergessen“, wie das Oberhaupt der selbsterklärten Volksrepublik Donezk, Alexander Sachartschenko, am Donnerstag sagte.

    „Wir werden irgendwie die Blockade überwinden, während die Ukraine die Blockade nicht bewältigen wird. In ein paar Wochen kann die Ukraine sowohl die Wärmeversorgung als auch den ganzen Energiesektor vergessen“, so Sachartschenko.

    Eine Gruppe ehemaliger Teilnehmer der Militäroperation im Donbass, darunter Abgeordnete der Werchowna Rada, hatten Ende Januar aus Protest gegen die Handelsbeziehungen mit den „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk die Güterbahnstrecke auf dem von Kiew kontrollierten Territorium des Gebietes Lugansk blockiert. Zur Begründung hieß es, der Handel mit den selbsterklärten Republiken sei ungesetzlich und die diesbezüglichen Gütertransporte seien Schmuggel. Später wurden auch zwei Bahnstrecken im Gebiet Donezk gesperrt.

    Das hat zu Lieferausfällen von Anthrazitkohle geführt, die auf von Kiew nicht kontrollierten Territorien der Donbass-Region gefördert wird. Die ukrainischen Behörden sahen sich daraufhin am Mittwoch gezwungen, Notmaßnahmen zur Einsparung von Energieressourcen einzuführen.

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    Handelsblockade, Werchowna Rada, Alexander Sachartschenko, Donbass, Ukraine