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    Syrien-Gespräche in Astana: Operative Gruppe von Russland, Türkei und Iran gebildet

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    Eine Lösung für Syrien? (2017) (206)
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    Die Anordnung über eine operative Gruppe, die die Einhaltung der Waffenruhe in Syrien überwachen und vertrauensbildende Maßnahmen unter den Konfliktparteien fördern soll, ist das Hauptergebnis der jetzigen Verhandlungsrunde in Astana, wie Sergej Werschinin, Leiter des Departements Nahost und Nordafrika im russischen Außenministerium, mitteilte.

    „Zum konkreten Ergebnis in Astana gehört die Verabschiedung einer Anordnung über eine gemeinsame Gruppe, der Vertreter Russlands, der Türkei und des Iran angehören und die die Einhaltung der Waffenruhe in Syrien regelmäßig überwachen wird“, sagte Werschinin bei der Videokonferenz zwischen Moskau, Astana und Damaskus am Donnerstag.

    Obwohl die Aktivitäten dieser Gruppe auch technischen Charakter haben sollen, würde sie vom Standpunkt der Verbesserung der allgemeinen Lage in Syrien und der Region auch großen Nutzen bringen:  Diese Gruppe soll nämlich an der Einhaltung der Feuereinstellung und der Verhinderung deren Verletzung arbeiten, damit vertrauensbildende Maßnahmen getroffen sowie andere Aufgaben erfüllt würden, die die Syrien-Gespräche unter der UN-Schirmherrschaft und auf der Grundlage der UN-Resolutionen fördern würden.

    Zudem nannte Werschinin die Syrien-Gespräche in Astana ein sehr „wichtiges Ereignis“.

    „Es wurde damit ein weiterer Schritt getan, erneut Vertreter der syrischen Regierung und jener bewaffneten Opposition, die sich am 30. Dezember der Waffenruhe angeschlossen hat, an den Verhandlungstisch zu bringen. Natürlich verlaufen die Verhandlungen nicht einfach. Wir begreifen aber, dass es zwischen den in den Syrien-Konflikt verwickelten Parteien noch viel Misstrauen gibt und dass noch viel zu tun ist“.               

    Russland, der Iran und die Türkei sind die Initiatoren des Treffens in Astana und Garanten der seit Ende Dezember geltenden Waffenruhe zwischen der Regierungsarmee und der bewaffneten Opposition in Syrien. Man wolle durch konkrete Maßnahmen und Einfluss auf die Konfliktparteien versuchen, die Feuerpause zu stärken, die Gewalt zu vermindern und einen ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe zu schaffen.

    Die nächste Verhandlungsrunde ist dann für den 20. Februar in Genf geplant.

    Themen:
    Eine Lösung für Syrien? (2017) (206)

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    Tags:
    Einhaltung, Waffenruhe, Bildung, Gruppe, Uno, Sergej Werschinin, Astana, Genf, Syrien, Iran, Türkei, Russland