18:59 29 März 2017
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    US-Außenminister Rex Tillerson

    Tillerson nennt Bedingungen für Militärkooperation mit Russland

    © AP Photo/ Brendan Smialowski
    Politik
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    Washington wird laut dem US-Außenminister Rex Tillerson im Militärbereich so lange nicht mit Russland zusammenarbeiten, bis Moskau anerkennt, dass nicht alle Gegner des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad Terroristen sind, wie die Agentur Reuters unter Verweis auf eine Quelle aus diplomatischen Kreisen mitteilte.

    „Bei dem Treffen machte er klar, dass es die Militärkooperation solange nicht geben werde, bis Russland anerkenne, dass bei weitem nicht die ganze Opposition aus Terroristen bestehe“, so der Informant.

    Tillerson soll sich am Freitag mit Vertretern jener Länder getroffen haben, die gegen Assad auftreten. Unter den Teilnehmern des Treffens waren laut dem Informanten Vertreter Saudi-Arabiens, der Türkei, Frankreichs und Großbritanniens.

    Am Donnerstag hatten sich der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow und sein US-Amtskollege Joseph Dunford bei ihrem Treffen in Aserbaidschans Hauptstadt Baku auf gemeinsame Schritte zur Entspannung und Verhinderung von Zwischenfällen bei ihren militärischen Aktivitäten geeinigt.

    Das war das erste Treffen eines russischen Generalstabschefs mit einem amerikanischen Kollegen, seit die USA mitten in der Ukraine-Krise 2014 die militärische Zusammenarbeit mit Russland auf Eis gelegt haben. Seitdem bauten die USA gemeinsam mit ihren Nato-Partnern neue Militärstützpunkte und verstärkten ihre Truppen in Osteuropa.

    Ende Januar hatten sich in Astana Russland, der Iran und die Türkei als Garanten der seit Ende Dezember in Syrien geltenden Waffenruhe über die Bildung  eines dreiseitigen Mechanismus zur Kontrolle über die Feuereinstellung  verständigt. Zudem hatten die drei Länder ihre Absicht bekräftigt, gemeinsam gegen die Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) zu kämpfen und diese von der bewaffneten syrischen Opposition abzugrenzen.

    Laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow hat Tillerson bei den Verhandlungen am Donnerstag in Bonn die Bereitschaft bekundet, den in Astana eingeleiteten Prozess der Syrien-Regelung zu unterstützen.

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    Tags:
    Militärkooperation, Terrormiliz Daesh, NATO, Joseph Dunford, Sergej Lawrow, Rex Tillerson, Waleri Gerassimow, Ukraine, Türkei, Iran, Syrien, USA, Russland
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    • sanpodonAntwort anTschelowjek(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Tschelowjek, insofern ist die hier vorgestellte "Bedingung" möglicherweise als diplomatisches Angebot einer goldenen Brücke zu bewerten.
    • Fred S.
      Das Problem der Terroristen ist, dass sie glauben, die Interpretationshoheit über Terrorismus und somit Terroristen zu besitzen. Leider schützt auch hier Glauben weder vor Dummheit noch vor ihren Folgen. Die RF mit ihrem überaus besonnenen Präsidenten und seiner Mannschaft ist auf einem guten Weg, mit oder ohne die VSA und ihren Lakaien.
    • Карл-Хайнц
      Ich denke, wenn hier jemand Bedingungen für eine militärische Kooperation stellen kann, dann ist das Russland. Diese Bedingungen heissen: Nachweis der Friedfertigkeit der sog. "Opposition" (wobei ich Sau-Arabien, Katar und Israel nicht für friedfertig halte).
    • Isnogud
      In Syrien - wie in jedem anderen Land der Welt - gilt als Terrorist, wer sich mit Waffengewalt gegen die Regierungstruppen stellt. Auch wenn die Proxy-Terroristen von 101 UN-Mitgliedsländern dies tun, macht es deswegen keinen Unterschied. Ferner gilt das Völkerrecht, d.h. außer den Kräften, die Assad um Hilfe gebeten hat, hat niemand etwas auf Syrischem Grund und Boden oder darüber bzw. darunter verloren.
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      ingomaus
      Tillerson wurde fasch übersetzt, er meinte die CIA Terroristen die Russland und Syrien als Terroristen aller Herren Länder erkannt haben.
      Die USA haben jetzt keinen Grund mehr irgendwelcher Erfundenen Syrischer Opposition bei zu stehen. Russland und Syrien haben mit allen echten Syrern Friedensverträge geschlossen.
      Der dreckige Rest ist jetzt zum Abschuss freigegeben, Klascht jetzt mal mit richten Bomben rein wo sich das USA EU Packt versteckt.
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      Austrian School
      Da hat Tillerson die Latte recht niedrig gelegt, da Russland ja ständig zwischen Assad Regierung und bewaffneter Opposition vermittelt.
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      robe
      Das ist die neue amerikanische Masche. Absurde Forderungen an die andere Seite, um damit einen „Verhandlungsinhalt“ zu bestimmen. Man sollte dem rüde eine Abfuhr erteilen. Die Amis sind derart instabil. Sie müssen verhandeln. Es muss auch einmal deutlich gesagt werden, dass die Amerikaner mit den Saudis im Schlepptau nichts in Syrien zu suchen haben. Sie haben auch nicht über die syrische Zukunft zu entscheiden. Eine Schande, dass einige syrische Bürger nicht begreifen, dass sie ihrem Land seit mindest fünf Jahren großen Schaden zufügen. Woher kommen die vielen, vielen Waffen des IS und der anderen Verbrecher? Man weiß es und muss es endlich gehörig öffentlich machen. Wieder und wieder..
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      Novaris
      „Bei dem Treffen machte er (Tillerson) klar, dass es die Militärkooperation solange nicht geben werde, bis Russland anerkenne, dass bei weitem nicht die ganze Opposition aus Terroristen bestehe“, so der Informant.
      Tillerson soll sich am Freitag mit Vertretern jener Länder getroffen haben, die gegen Assad auftreten. Unter den Teilnehmern des Treffens waren laut dem Informanten Vertreter Saudi-Arabiens, der Türkei, Frankreichs und Großbritanniens.
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      Da es in Syrien keine gemäßigten Terroristen gibt, was aber von den USA unterstellt wird, kann es in Syrien keinen Frieden geben und geht es nach wie vor um die Beseitigung der Assad-Regierung und um das Herausdrängen Russlands aus dem Nahen Osten !
      ALLES deutet auf eine große Konfrontation hin.
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      opus
      Kooperation mit den Amis ! Welch Anständiger macht denn sowas ?
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      andre.marggrafAntwort anopus(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      opusopus,

      der finanz-militärisch-industrielle Komplex, insbesondere der der USA.
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      Putinversteher
      ....hat Russland doch nie getan...sondern immer die aufgeführt die auf der UNO-Liste stehen...
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      Ghatanothoa
      Ich verstehe hier manche Kommentatoren nicht. Tillerson hat doch recht wenn er sagt, dass nicht die gesamte syrische Opposition Terroristen sind und Russland hat das zudem auch nie behauptet. Es sollte daher ein Leichtes für Russland sein, diese Realität anzuerkennen.

      Dieses Missverständnis basiert doch nur auf falschen Berichten der Leitmedien, die die Tatsachen vorsätzlich vermengt und durcheinandergewürfelt haben. Bei den Rebellen in Aleppo waren niemals moderate Rebellen dabei. Sämtliche Belagerer Aleppos gehörten diversen radikal-islamistischen Gruppierungen an. Es gab dort keine Moderaten. DAS ist es auch was Russland gesagt hat. Die Medien hingegen haben ständig immer von moderaten Rebellen in Aleppo geschrieben.

      Aber in der grundsätzlichen syrischen Opposition gibt es doch sehr wohl moderate Kräfte. Da wäre zum einen der Syrischer Nationalrat (SNC), in dem zwar auch Anhänger der Muslimbruderschaft sind, aber genauso auch Liberale und Nationalisten. Dann wäre das Nationalkomittee für Demokratischen Wandel (NCB), zu dem sowohl Kurden, als auch Sozialisten und andere linke Kräfte gehören. Ebenfalls nicht vergessen darf man die örtlichen Koordinierungskomitees (LCC), die zumeist aus jungen, nicht-militanten Syrern bestehen und die sich in erster Linie über Internetdienste organisieren. Sehr wichtig zu erwähnen wäre da auch noch die CSDF, die Syrische Koalition Säkularer und Demokratischer Kräfte. Das ist eine Gruppierung von Laizisten, der sowohl Kurden, Christen, als auch Sunniten angehören und die für eine vollständige Trennung von Staat und Religion eintritt. Sie sind scharfe Widerständler gegen den Islamismus, aber dennoch auch in Opposition zu Assad. Zu guter letzt sollte man auch die militante, kurdische YPG nicht vergessen. Auch dies sind Oppositionelle, aber keine Terroristen. Wobei speziell die Türkei das etwas anders sehen dürfte. ;-)

      Mit anderen Worten: Nicht die gesamte syrische Opposition besteht aus Terroristen. Tillerson hat recht und Russland hat das auch nie behauptet. Es sollte daher kein Problem für Russland sein, das anzuerkennen und einzugestehen. Ich sehe Tillersons "Bedingung" daher als einen intelligenten, diplomatischen Schachzug und wie der Nutzer Sanpodon hier schon schrieb, als eine Art "goldene Brücke" zu einer militärischen Zusammenarbeit. Und dabei macht er sich die Verdrehungen der Massenmedien zu nutze.
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      m.trae
      Die Reihenfolge:
      1. Die EU hat die Ukraine vor die Wahl gestellt Russland oder EU. Warum übrigens so plötzlich?
      2. Es gab einen Fahrplan mit Janukowitsch dem rechtmäßig gewählten Präsidenten der Ukraine und der EU von Steinmeier unterschrieben
      3. Es gab einen sehr fragwürdigen Putsch kurz danach
      4. Es gab ein Referendum über die Krim zugunsten Russlands
      5. Es gab Menschen im Donbass die die Ergebnisse des Putsches nicht anerkannten.
      Es sollten erst einmal richtige demokratische Wahlen in der Ukraine und dem Donbass durchgeführt werden unter internationaler Beobachtung und Kontrolle dann hat man eine demokratische Grundlage alles andere ist absolet.
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      hampi1246Antwort anbalkansahel(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      balkansahel, Seid doch ein bisschen Friedlicher, es ist doch schön, das die USA gemerkt hat, das man alleine nicht deutlich weiter kommen kann. Darum wird Russland als Spezialist eingeladen, die Kartoffeln aus der glühenden Kohle zu holen. Bis jetzt haben die US-Army sich überall die Fingerchen verbrannt. Also isely!
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      hampi1246Antwort anm.trae(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      m.trae, Warum muss sich immer eine Äussere Macht in Innerukrainische Angelegenheiten mischen. Ist die Ukrainische Führung so doof Ihre Probleme nicht selber auf die Reihe zu bekommen?
    • zivilist
      Gut, das war jetzt die US Sprachregelung. Nach nächtelangen Verhandlungen (viel Spaß!) könnte man sich doch auf Folgendes einigen:

      Nicht die ganze syrische Opposition besteht aus Terroristen.

      man müßte nur das 'bei weitem' weglassen. Von der Wilmersdorfer Syrischen Opposition hat auch nie jemand behauptet,daß das Terroristen seien !

      Das wäre doch ein eleganter Beitrag, damit sich der flotte G-20 Knoten nicht zu einem 'gordischen' zuzieht.
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      Joesi
      auch Rex müßte begreifen, daß er und seine Neue US Administration
      nicht in der Position sind, zu bestimmen, was Rusland zu tun hat!
      Wir empfehlen Rex und a l l e n schläfrigen Politikern des Westens,
      den Sputnik und RT zu lesen!
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      Novaris
      Tillerson : "Bei dem Treffen machte er klar, dass es die Militärkooperation solange nicht geben werde, bis Russland anerkenne, dass bei weitem nicht die ganze Opposition aus Terroristen bestehe“, so der Informant."
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      Naja, da kann man sofort in Verhandlungen eintreten, um die schwarzen Böcke von den nicht ganz so weißen Schafen zu trennen !!
    • Germane
      Tillerson, Verlierer und Mörder haben nichts zu fordern und zu bestimmen!
    • GermaneAntwort anhampi1246(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      hampi1246, Es würde mich nicht stören wenn die Amis sich auch noch Hände und Arme verbrennen würden!
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