16:11 24 Februar 2017
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    Der 21. Februar 2014, Kiew: Steinmeier (Mitte) bei der Unterzeichnung des Abkommens zwischen dem damaligen ukrainischen Staatschef Viktor Janukowitsch (r.) und der Opposition. Am nächsten Tag wird Janukowitsch gestürzt.

    Steinmeier nicht „in Nazi-Putsch verwickelt“ Putin widerspricht seinem Berater

    © AFP 2016/ Sergey Supinsky
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    Russlands Präsident Wladimir Putin teilt nicht den Standpunkt seines Wirtschaftsberaters Sergej Glasjew, der den neuen deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier als einen Teilnehmer des „Nazi-Putsches in Kiew“ bezeichnet hatte.

    Glasjew hatte auf Twitter geschrieben, das deutsche Parlament habe einen Mann zum Bundespräsidenten gewählt, der am „Nazi-Putsch“ in Kiew teilgenommen und zur Legitimation des „neofaschistischen Regimes in der Ukraine“ beigetragen habe.

    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete Glasjews Äußerung am Freitag als dessen persönliche und „ziemlich umstrittene Meinung“. „Präsident (Wladimir Putin – Red.) teilt auf keinen Fall diesen Standpunkt.“

    Im Februar 2014 hatte Steinmeier, damals noch deutscher Bundesaußenminister, gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Frankreich und Polen, Laurent Fabius und Radosław Sikorski,nach monatelangen Unruhen in Kiew ein Abkommen zwischen dem damaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch und den Oppositionsführern vermittelt und unterzeichnet.

    Laut diesem Abkommen, das eine friedliche Beendigung der politischen Ukraine-Krise vorsah, musste Janukowitsch massive Zugeständnisse machen und seine Sicherheitskräfte abziehen; schon einen Tag später wurde er entmachtet. Laut Janukowitsch haben ihn die drei europäischen Außenminister in eine „Falle“ gelockt.

    Obwohl die von der Verfassung vorgeschriebene 75-Prozent-Mehrheit im Parlament nicht erreicht wurde, stellten die Oppositionsparteien eine eigene Übergangsregierung, die von der EU und anderen westlichen Staaten unverzüglich anerkannt wurde.
    Im Dezember 2016 hatte ein Moskauer Bezirksgericht der Klage des ehemaligen ukrainischen Parlamentsabgeordneten Wladimir Olejnik stattgegeben und die Ereignisse in Kiew im Februar 2014 als Staatsstreich eingestuft.

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    Tags:
    Wladimir Putin, Frank-Walter Steinmeier, Deutschland, Ukraine
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    • Malak Bremen Bosch
      Heer Steinmeier mit drei Eier hatt damals Präsident Janukowitsch verhindert das der Janukowitsch schickt Antiterroreinheit ( Berkut) gegen " friedliche Menschen demonstranten naja 1% waren friedlich .sollte er zurück ziehen ,das tat er auch .
      Aber poroschenko schickt Militär in Donbass und Steinmeier schaut weg mit der eu ...Steinmeier Steck tief bis zum Hals mit drinn er muss vor Gericht ,,aber nein er wurde noch zum presidenten gewählt,,Wahnsinn,und nicht zu vergessen der Fall Kunaz da hatt Steinmeier ihn Jahre lang dort den Kunaz einsperren lassen obwohl USA sagte der Kunaz ist kein terorist holt den ab aus Guantanamo er hatt den deutschen Pass,und was macht Steinmeier er lässt sein Bürger dort liegen
    • boroser1502
      Viele, sehr viele teilen Glasjews These.

      Die drei Aussenminister traten als Vermittler auf.

      Und ein Tag später kam alles anders?
      Waren die drei Aussenminister "ehrliche Makler"?
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      Arnim4085
      Ich glaube hier irrt Putin. Steinmeier ist ein Geheimdienstler und als solcher war er tief in diese Aktion eingebunden. Der Unterschied ist nur, dass er früher als andere den Fehler erkannt hat und sich geschickt, wie immer, aus der Affäre gezogen hat.
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      bezumnyj2010
      Deswegen hat er vor zwei Wochen französischen Orden erhalten da er eben diese Dienste erwiesen hat. Vor allem dass Bundestag überhaupt keine offentliche Dabatte darüber geführt hat spricht für Bedeutungslosigkeit der Demokratie in Deutschland. Hr. Steinmayer du bist der letzte Arsch
    • GermaneAntwort anjan.stottko(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      jan.stottko, Tut es sehr weh?
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      otto-remagenAntwort anjan.stottko(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      jan.stottko, ansonsten wäre er und seine Familie bestialisch ermordet worden ! Siehe Libyen . Hätte ihnen gefallen !?
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      otto-remagen
      Auf jeden Fall hat Herr Steinmeier keinen deeskalierenden Einfluss genommen . Deutschland hatte alle Optionen die Putschisten in die Schranken zu weisen und zu bremsen . Im Gegenteil DE hat sie gefördert und ausgerüstet . Bilder von bewaffneten Putschisten in Bundeswehruniformen existierten genug im Netz , z.B. die Kampfgruppe "Rechter Sektor" . Den politische Gedanken von Herrn Putin den er mit dieser Aussage trägt kann ich nicht erkennen .
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      hihardt
      Herr Steinmeier war seinerzeit an der Aushandlung und Formulierung des Vertrages intensiv beteiligt und zeigte sich nach seiner Rückkehr nach Deutschland bestürzt, dass die Vereinbarung obsolet (hier passt der Begriff!!!) sei. Das ist die offizielle Version!

      Das Herr Steinmeier aber nicht dumm ist und viel Zeit in Kiew verbrachte im Zuge dieser Verhandlungen, ist es mehr als wahrscheinlich, dass er von dem Putschversuch wusste, die Vorbereitungen durch Frau Nuland, als Beauftragte Washingtons kannte und den Putsch zumindest billigend in Kauf nahm. Dass es bei diesem nicht um "Demokratie" und "Menschenrechte" für die Ukraine ging, ist nicht erst heute bekannt. Die Verhandlungen um ein EU-Assoziierungsabkommen oder die Freihandelszone mit Russland - das berühmte ENTWEDER / ODER - , das Barosso damals unwiderruflich postulierte, ging der Kiewer Vereinbarung ja voraus.
      Natürlich hat Herr Steinmeier nicht persönlich auf dem Majdan gestanden und beim Putsch geholfen. Aber er war wenigstens indirekt involviert und trägt meines Erachtens damit auch eine gewisse Verantwortung für das Geschehen.
      So sehr ich mich bemühe, die Gedankengänge von Präsident Putin nachzuvollziehen - in diesem Fall kann ich ihm nicht zustimmen.
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      hihardtAntwort anTschelowjek(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Tschelowjek,
      siehe oben - ich kann Ihnen nur zustimmen!!
    • redstar59
      Putin weiss es ganz genau, aber er will es nicht sagen, Steinmeier war massiv mit von der Partie.
    • redstar59Antwort anjan.stottko(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      jan.stottko, er war gewählter Präsident. Er musste vor den bezahlten NAZI Horden fliehen, das ist doch der Fakt.
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      hihardtAntwort anWiderspruch(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Widerspruch,
      wobei Frau Merkel noch das Ihrige dazu beitrug, die Luxus-Behandlung der "Ölprinzessin" Timoschenko zu fordern, die wegen nachgewiesenen Betruges inhaftiert war.
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      hihardtAntwort anwastl(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      wastl,
      ja, die Parallelen geben schon zu denken, wenn auch die Konsequenzen nicht vergleichbar sind.
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      hihardtAntwort anmatschie2006(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      matschie2006,
      er hat den Vertrag mit Janukowisch zwar unterschrieben, aber NICHT am Umsturz teilgenommen. Es war ihm wohl bekannt, dass ein solcher im Ernstfall geplant war und auch wer zu den Putschisten gehören würde, aber einer direkten Befürwortung kann man ihn nicht bezichtigen. Das ist ja das Teuflische an der Politik: Im Zweifelsfall kann man nichts nachweisen und "die Leiche wird nie gefunden".
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      hihardtAntwort anOBLIVION(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      OBLIVION,
      schade, - offensichtlich wurde Ihr Beitrag nicht zugelassen. Da ich Ihrem Schreibstil entnehmen kann, dass Sie sich nicht unflätig geäußert haben, hätte ich den Text schon gern zur Kenntnis genommen.
      Aber vielleicht wird ja auch mein Beitrag (siehe oben) gelöscht.
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      Thomas
      Es kommt darauf an, welchem Teil dieser höchst persöhnlich fernblieb.

      Der Bereich, ist der Zuständigkeitsbereich des Außenministers und der deutschen Auslandsgeheimdienste (BND/MAD) welche in unterschiedlichster Kostümierung reisen.
      Ex- Kriegsminister Rühe schleppte als Demokratisierungsengel die Geldkoffer in die Ukraine und war zu dem Zeitpunkt nicht mehr in der Regierung.
      Eigentlich egal wer konkret den Job ausführt.
      Die Auftraggebung lag in Zuständigkeitsangelegenheiten auch in seinem Bereich, wenn cie CDU/CSU die Minister der SPD nicht umgeht und unter die Käseglocke steckt.

      Unschuldig ist Steinmeier nicht.
    • OBLIVION
      Steinmeier wie auch diese Unperson
      Westerwelle tragen die gleiche Verantwortung
      wie Janzenjuk und die Gebrüder Klitschko!!
      KEINER der nicht verhindert hat, dass es zu
      dieser Eskalation kam, kann sich hier selbst
      "freisprechen"; SCHULDIG im Sinne der
      Anklage!! Steinmeier ist für mich jedenfalls
      völlig diskreditiert für ein Amt wie das des
      Deutschen Bundespräsidenten!!
    • Andreas Johannes Berchtold
      Ansonsten sehr geehrter Präsident Putin,

      Sie haben bereits einen historischen Fehler begangen, nämlich die kriminellen Sanktionen des ehemaligen US-Regime gegen 35 russische Diplomaten nicht entsprechend zu beantworten.

      Auch diese 'Diplomatie' dem imperialistisch kriminellen, Demokratie vernichtenden und die Nationen der EU missbrauchenden deutschen Selbstzweck-Einheits-Regime ist inkonsequent.

      Wir betrachten Steinmeier als den Nazi-Putsch in Ukraine unterstützenden Verbrecher, da ändert Ihre hoffnungslose Diplomatie nichts dran.

      Hochachtungsvoll, Andreas Johannes Berchtold
    • Andreas Johannes BerchtoldAntwort anAndreas Johannes Berchtold(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Ich vergaß in dem Kommentar zu erwähnen, dass Steinmeier kürzlich – kurz vor der Befreiung Aleppos – noch eine Flugverbotszone, somit Krieg gegen Russland gefordert hatte. Natürlich wird auch das von uns nicht vergessen.
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      matschie2006Antwort anhihardt(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      hihardt, ....Na ja, das Münchner Abkommen wurde auch unterschrieben, von Mussolini und den Engländern. Die Tchechn hatten nix zu melden.
      Der Hitler/Stalinpakt wurde auch unterschrieben und Polen hatte nix zu melden.
      Nun, was die Deutschen, Franzosen, Ukrainer angeht.....was sind die Unterschriften wert? Soviel wie eine Autogramm-Karte von irgend einem Blödelstar.

      Ehrenwert, so wie es dem Worte und Handeln enspricht, also dem ritterlichem Tun, dem Vermächtnis des gegebenen Wortes und der Ehrlichkeit, das ist der "Unterschrift" abhanden gekommen und das man dafür auch einstehen muss.

      Dazutun in seinen Handlungen ist auch eine Teilnahme.
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