10:48 23 Februar 2017
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    Donezker Republikchef Alexander Sachartschenko (Archivbild)Donezker Republikchef Alexander Sachartschenko (Archivbild)

    Kreml führt Sachartschenkos Erklärung über Einnahme des Donbass auf Emotionen zurück

    © Sputnik/ Igor Maslow © AFP 2016/ Aleksander Gayuk
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    Politik
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    Kein Frieden im Donbass (2017) (108)
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    Die jüngste Erklärung des Donezker Republikchefs Alexander Sachartschenko über die Bereitschaft der Volkswehr, die von Kiew kontrollierten Regionen des Donbass mit militärischen Mitteln zu befreien, läuft den Minsker Abkommen zuwider und basiert auf Emotionen. Das sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag in Moskau.

    Solcher emotionaler Hintergrund resultiere aus den Spannungen an der Trennlinie im Donbass als Folge provokatorischer und aggressiver Handlungen der ukrainischen Streitkräfte und einzelner Kampfverbände. „Es ist schwer zu sagen, in welchem Maße Freiwilligenbataillone von der ukrainischen Armee kontrolliert werden“, sagte Peskow.

    „Sachartschenko gab seine Erklärung vor dem Hintergrund des andauernden Beschusses friedlicher Siedlungen im Donbass durch die Kiewer Armee ab… Russland als Garant der Minsker Abkommen hat alles nur Mögliche zur Deeskalation des Konflikts und zu seiner friedlichen Beilegung getan und wird auch weiter tun“, sagte der Kremlsprecher.

    Zuvor hatte Sachartschenko die Befreiung der „okkupierten Territorien der Gebiete Donezk und Lugansk als eine kollektive Aufgabe“ eingestuft. „Die Donezker Republik hat immer erklärt, dass dies lieber mit politischen Mitteln erreicht werden sollte. Wenn sie (in Kiew) das nicht verstehen, möchte ich darauf hinweisen, dass wir das auch mit militärischen Mitteln tun können.“

    Sachartschenko zufolge haben die Behörden der selbsternannten Republiken (Donezk und Lugansk) dieses Recht, insbesondere unter Berücksichtigung der Wirtschaftsblockade dieser Regionen. „Ich denke, dass führende Repräsentanten, insbesondere in Europa, sich darüber Gedanken machen.“ Er hoffe darauf, dass es in einigen Tagen gelingt, eine Lösung zu finden, sagte Sachartschenko.

     

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    Tags:
    Emotionen, Eroberung, Erklärung, Alexander Sachartschenko, Dmitri Peskow, Donbass, Ukraine, Russland
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    Alle Kommentare

    • Darius
      Alexander Sachartschenko hat Recht !
      Die Ukraine gehört zu Russland.
    • OBLIVION
      Der mann spricht mir aus tiefster Seele!!
      Und ich bin "nur" Deutscher!!
      Höchste Zeit den Krieg nach Kiew zu bringen
      und das Morden Unschuldiger Zivilisten,
      Frauen und Kinder und die blindwütige
      Zerstörung des Donbass zu beenden!
      Es wird der Tag kommen, an dem diese
      Bande von Verbrechern in Kiew für ihre
      Taten hart bestraft werden!
      Gnade ihnen Gott wenn es dazu kommen
      sollte!!
    • R. Lee Ermey
      Sie müssen halt damit leben nie und nimmer international anerkannt zu werden. Sie werden auf ewig einzig abhängig von Russlands Gnaden bleiben. Das muss den Aufständigen im Donbass klar sein.
      Aber wahrscheinlich sind es gar nicht mehr sie selbst die die Fäden dort ziehen?!
    • Germane
      ... und die ganze Welt hört den extremen und lautlosen Aufschrei des Westen!
      Kann der Westen noch perverser und perfider werden?
    • avatar
      James10
      Ich frage mich, wie man seine eigenen Brüder verraten kann? Wenn der Kreml nichts besseres zu tun hat, als Steinmeier zu Schützen, einfach erbärmlich.
    • redstar59
      Wenn er nur tun würde !
    • redstar59Antwort anGermane(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Germane, kaum vorstellbar, aber es wird kommen.
    • Ambuya
      Emotionen hin oder her, Vernunft hin oder her ---------
      Woran hat denn KIEW sich bisher gehalten? ----------- Man reiche mir eine Lupe...

      Sicher will die Ukraine dort provozieren, bis die Donbass-Kämpfer die Nerven verlieren, aber seien wir ehrlich, es wird in tausend Jahren keine Verhandlungslösung geben! Ebenfalls werden die Sanktionen nie aufgehoben werden, mit denen Russland bestraft werden soll für die Verbrechen der Ukraine. Hierin würde sich für Russland also nichts ändern. Und das weiß auch Sachartschenko.
      Soll das wirklich ewig so weitergehen, bis im Donbass kein Stein mehr auf dem anderen steht und keiner mehr da ist, zurückzuschießen? Genau das soll es nämlich werden.

      Nein, ich wünsche mir auch keinen ganz heißen, harten Krieg dort. Es würde nur mit großformatiger Hilfe von Moskau funktionieren und - weitere russische Menschenleben kosten, zusätzlich zu jenen der beiden VR, denn irgendwas würden die Ukrainer ja doch treffen. Nur - wie lange noch weiter wie bisher? Von alleine aufhören wird es NIE!

      Es würde VIELLEICHT genügen, 2-3 bestimmte Personen zu - äh - ja - eventuell genügt vorerst sicheres Internieren. Aber ganz unentrinnbar, bitte!!!

      Andernfalls müsste es mit apokalyptischer Wucht blitzschnell gehen, möglichst in einer einzigen Welle, höchstens zwei.

      Wo ist denn nun meine Lupe??? --- Ich muss jetzt die Punkte der Vereinbarungen suchen, an die Kiew sich gehalten hat!

      Noch eine letzte Frage, etwas böser, aber notwendig, mehr als dass der Post enfernt wird, kann mir nicht passieren, sperren wird man mich nicht gleich, nicht mich. Also:
      Ich würde die Führungsriege in Moskau, von Präsident Putin abwärts, gerne fragen, wie lange Sie noch zusehen möchten, wie der Donbass zerstört wird und die Menschen, die Sie Brüder genannt haben, dort sterben.

      Tja, liebe Mitkommentatoren, wie Sie sehen, muss Loyalität noch lange nicht kritiklose Blindheit bedeuten. Nicht bei mir. Die Gründe für das Nichteingreifen Russlands habe ich lange akzeptiert, aber alles hat seine Grenzen.

      "Sire, gebt Gedankenfreiheit!" (Don Carlos, Schiller). Nun, er hat es nicht getan. Ende bekannt. Es wiederholt sich alles, nur sind sie im Donbass zahlreicher.
    • Gameas
      Berechtigte Emotionen sind mir lieber als sibirische Kaelte. Das Leben kann nicht warten.
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