22:00 28 April 2017
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    Proteste in Montenegro, Oktober 2016

    Warum Russland Montenegro-Putschversuch nicht unterstützte - Außenpolitiker

    © REUTERS/ Stevo Vasiljevic
    Politik
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    Die Medienberichte über eine angebliche Beteiligung Russlands am jüngsten Putschversuch in Montenegro haben keinerlei Beweise dafür vorlegen können, wie Igor Morosow vom Auswärtigen Ausschuss des russischen Föderationsrats (Parlamentsoberhaus) äußerte.

    „So eine Fake-Nachricht hat keinerlei Beweise, die ihre Richtigkeit belegen. Das alles entspricht nicht der Wahrheit“, so Morosow. Wenn man von der Logik des politischen Denkens ausgehe, fuhr er fort, so werde es doch offensichtlich, dass es für Russland keinen Sinn hätte, sich in innere Angelegenheiten Montenegros einzumischen.

    Mit solchen Nachrichten würde vielmehr das Russland-Bashing fortgesetzt, wonach Russland Schuld „an allem was in Europa geschah“ vorgeworfen wird, fügte Morosow hinzu.

    Zuvor war von britischen Medien berichtet worden, dass eine anonyme Quelle im britischen Parlament Russland die Beteiligung am Putschversuch in Montenegro im Oktober 2016 vorgeworfen hätte.

    Am 16. Oktober 2016 hatte die montenegrinische Regierung 20 serbische Bürger wegen des Verdachts auf Vorbereitung eines Putsches sowie Terroranschlages verhaftet.

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    Tags:
    Reaktion, Dementi, Vorwurf, Beteiligung, Putschversuch, Föderationsrat, Igor Morosow, Großbritannien, Russland, Montenegro
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