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    US-Präsident Donald Trump

    Trump erklärt, was „gestern Nacht“ mit Schweden geschah

    © REUTERS / Kevin Lamarque
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    Nach weltweiter Kritik an seiner Äußerung über einen angeblichen Flüchtlingsvorfall in Schweden hat US-Präsident Donald Trump offiziell Stellung bezogen. Via Twitter teilte er mit, er habe sich auf einen Bericht des US-amerikanischen TV-Sender Fox News über Einwanderer in Schweden bezogen.

    „Meine Äußerung darüber, was in Schweden vor sich geht, bezog sich auf eine Sendung von Fox News, die das Thema Migration in Schweden berührte“, schrieb Trump per Twitter.

    Laut dem Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, hat Trump die wachsende Kriminalität wegen der Flüchtlingspolitik  im Allgemeinen und keinen konkreten Vorfall gemeint, so Reuters.

    In dem Fox-News-Beitrag vom Freitagabend ging es vor allem darum, dass Schweden im vergangenen Jahr mehr als 160.000 Asylsuchende aufnahm, aber lediglich 500 Arbeit gefunden hätten. Zudem, so heißt es in der Sendung, gebe es in dem Land seitdem einen Anstieg von Waffengewalt und Vergewaltigungen.

    Zuvor hatte Stockholm eine Stellungnahme dazu gefordert.

    Bei einer Rede in Florida hatte sich Trump am Samstag von seinen Anhängern für den ersten Monat seiner Präsidentschaft feiern lassen. In Bezug auf Terrorattacken sagte er: „Schaut Euch an, was in Deutschland passiert. Schaut Euch an, was gestern Abend in Schweden passiert ist. Schweden! Wer hätte das gedacht? Schweden!“ wiederholte der US-Präsident. „Sie haben große Zahlen aufgenommen“, so Trump weiter mit Blick auf die Flüchtlingspolitik, „und jetzt haben sie Probleme, die sie nie für möglich gehalten hätten.“

    In Wirklichkeit hatte es in Schweden aber gar keinen Vorfall, bei dem ein islamistischer Hintergrund auch nur in Erwägung gezogen werden könnte, gegeben, erst recht nicht in den vergangenen Tagen oder Wochen.

    Migranten an der US-mexikanischen Grenze
    © AFP 2019 / Guillermo Arias
    Viele Schweden zeigten sich in sozialen Netzwerken über Trumps Äußerung daher äußerst überrascht, so AP.

    Die Zuwanderungskrise in Europa hatte sich im Zusammenhang mit dem wachsenden Flüchtlingszustrom aus Nordafrika, dem Nahen Osten sowie aus Zentral- und Südasien zugespitzt. Die Zahl der Migranten aus den Unruhegebieten des Nahen Ostens und Nordafrikas steigt noch immer an. Allein im Jahr 2015 waren rund 1,8 Million Migranten nach Europa gekommen. Experten sprechen von der größten Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg.

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    Tags:
    Flüchtlinge, Äußerung, Kommentar, Zweiter Weltkrieg, AP, Fox News, Reuters, Donald Trump, Nahost, Südasien, Zentralasien, Europa, Schweden, USA