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    Plan zu Sanktionen-Stopp und Krim-Vermietung: Autor erläutert Kiewer Vorschlag

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    Der ukrainische Abgeordnete Andrej Artemenko hat sich im Interview mit dem Portal „Strana.ua“ über Einzelheiten seines Plans zur Aufhebung der Russland-Sanktionen sowie der möglichen Vermietung der Krim geäußert.

     

    „Die Hauptidee heißt: Die Situation muss mit einem Kompromiss gelöst werden. Die Bedeutung eines Kompromisses ist sehr einfach: Jede Seite muss danach mit etwas unzufrieden sein“, so Artemenko.

    Der Plan sieht dem Politiker zufolge den Abzug aller russischen Streitkräfte aus der Ost-Ukraine vor. Außerdem soll in der Ukraine ein Referendum zur Vermietung der Krim an Russland abgehalten werden.

    Wie Artemenko im Gespräch betonte, ist bislang lediglich eine Vermietung auf 30 bis 50 Jahre vorgesehen. Danach soll auf der Halbinsel eine Volksabstimmung stattfinden, bei der über die Zukunft der Region entschieden werden sollte.

    Der zweite Punkt des Plans sehe die Wiedereingliederung des Donbass in die Ukraine und eine Amnestie aller Personen vor, die keine schweren Verbrechen begangen hätten.

    „Die Grenze wird an die Ukraine übergeben. Vorher soll ein freier Korridor für 72 Stunden für diejenigen eingerichtet werden, die nicht in der Ukraine bleiben wollen“, so das ukrainische Parlamentsmitglied weiter.

    Daraufhin würde eine Stiftung gegründet, in die Mittel aus verschiedenen Staaten fließen sollen. Russland werde für die Miete der Krim-Halbinsel ebenfalls Beitragszahlungen leisten. Sollten diese Bedingungen erfüllte werden, würden die Sanktionen gegen Russland aufgehoben, so das ukrainische Parlamentsmitglied.

    „Nach der Erfüllung dieses Plans werden die Sanktionen gegen Russland aufgehoben. Seine Beziehungen zu den westlichen Ländern werden wiederhergestellt“, so Artemenko.

    Zuvor hatte die Zeitung „The New York Times“ berichtet, Artemenko habe einen „Friedensplan“ für Russland und die Ukraine entworfen und ihn dem vor kurzem zurückgetretenen Ex-Berater des US-Präsidenten Donald Trump, Michael Flynn, überreicht. Der Kreml weiß laut Präsidentensprecher Dmitri Peskow jedoch noch nichts von dem Plan.

     

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    Tags:
    Plan, Donald Trump, Krim, Ukraine, Russland