02:51 25 März 2017
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    Der Stahlproduzent Enakijewski (EMZ)

    Donbass-Blockade: Achmetows Stahl- und Kohlewerke stehen still

    © Sputnik/ Igor Maslov
    Politik
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    Der Stahlproduzent Enakijewski (EMZ) und die Kokserei „Krasnodonugol“ der Metinvest Group des ukrainischen Milliardärs Rinat Achmetow haben ihre Produktion gestoppt, wie der Pressedienst des Unternehmers mitteilte.

    „Der Grund für die Einstellung der Stahlproduktion sind die anhaltenden Kampfhandlungen und die Blockade des Eisenbahnverkehrs zwischen der Ukraine und dem nicht kontrollierbaren Territoriums im Südosten des Landes“, heißt es in der Mitteilung.

    Unterbrechungen bei der Anlieferung von Eisenerz im Werk von Enakijewo gibt es demnach bereits seit Ausbruch der Kampfhandlungen, doch seit der Blockade des Eisenbahnverkehrs auf der Strecke Jassiniowataja-Skotowataja „ist die Anlieferung der Rohstoffe und die Auslieferung der Erzeugnisse unmöglich geworden“. Das Werk habe bereits Arbeiten zur zeitweiligen Einstellung eingeleitet. Die Werksfiliale in Makijiwka (Makejewka) soll zum 25. Februar ihre Produktion einstellen. Auch die Kohlegruben von Krasnodonugol müssten mit einem Produktionsstopp rechnen, heißt es.

    Ende Dezember hatten Veteranen der von Seiten Kiews geführten Kampfhandlungen im Donbass die Eisenbahnstrecken und Automagistralen aus der Ostukraine in die übrige Ukraine gesperrt und zur Handelsblockade der selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk aufgerufen. In der Ukraine musste wegen des Kohlemangels der Energienotstand ausgerufen werden, Kiew hat erste Stromabschaltungen eingeleitet.

    Rinat Achmetow ist einer der reichsten Unternehmer der Ukraine. Laut Angaben der ukrainischen Version des Forbes-Magazins soll sein Vermögen 2,3 Milliarden Dollar betragen.

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    Tags:
    Blockade, Stahlwerk Enakijewski (EMZ), Krasnodonugol, Rinat Achmetow, Makejewka, Ukraine
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    Alle Kommentare

    • avatar
      Joesi
      Auch Rinat hat den Bogen, wie alle Raffgierer, überspannt!
      Alle Spekulanten, die sich Staatseigentum auf moralisch fragwürdige Weise regelrecht gestohlen haben, müssen enteignet werden.
    • Ambuya
      Das haben sie jetzt davon. Da kann bald kein Oligarch mehr helfen.

      Da wir aber gerade beim Donbass sind:
      Liebe SPUTNIK-Redaktion, sofern das nicht ohnehin schon geschehen ist, bitte sehen Sie sich die FAZ von gestern, also 20.2. an und zwar genau. Ich bin der Meinung, dass die es diesmal rechtlich relevant übertrieben haben. Konkret geht es um folgende Artikel:

      www.faz.net/aktuell/politik/ausland/kommentar-ukraine-konflikt-wer-den-krieg-naehrt-14887551.html
      Wer den Krieg nährt
      In der Ostukraine ist kein Frieden in Sicht. Schuld daran hat die russische Regierung. Auch weil Putin eine neuerliche Waffenruhe verhindert, muss Kiew gestärkt werden.
      21.02.2017, von Reinhard Veser

      www.faz.net/aktuell/politik/ausland/putin-will-separatisten-paesse-anerkennen-14887324.html
      Putin will Separatisten-Pässe anerkennen
      Die Bemühungen der Konfliktparteien um eine funktionierende Waffenruhe in der Ostukraine sind offenbar erfolgreich. Doch Moskau provoziert abermals.
      20.02.2017 kein Autor angegeben.

      Nicht einmal der so tragisch plötzlich verstorbene Botschafter Tschurkin - er möge ruhen in Frieden - kommt völlig ungeschoren davon. Der Inhalt des Artikels ist zwar, glaube ich, rechtlich nicht angreifbar, aber die schiere Pietät vor einem Toten hätte wohl einen anderen Ton erfordert:

      www.faz.net/aktuell/politik/ausland/russlands-un-botschafter-tschurkin-ueberraschend-gestorben-14887
      Russlands UN-Botschafter Tschurkin gestorben
      Seit 2006 vertrat Witalij Tschurkin Russland am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York. Sein Job wurde vor allem in den vergangenen Jahren interessant. Nun ist er überaschend gestorben.
      20.02.2017, von Friedrich Schmidt, Moskau

      Achtung vor dem Ableben eines Diplomaten, über dessen Tod man sich sogar bei der UNO betroffen zeigte, klingt bei mir anders.

      Wie gesagt, ich vermute, dass Sie die Artikel schon kennen. Falls nicht - ich habe Sie Ihnen gerne ins Fadenkreuz gestellt.
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      sophie.ostermannAntwort anAmbuya(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Ambuya, mit solchen Artikeln wird der Bürger manipuliert. Normal gehören die FAZ verklagt
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      Putinversteher
      ...schlimm für die Arbeiter, die bekommen jetzt keinen Lohn...das will man ja vielleicht auch, um die Bevölkerung psychologisch gegen Donezk aufzuwiegeln....
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      hampi1246
      Auch die FAZ gehört zu den Presseorganen, die Kriegstreiberei auf hohem Niveau betreibt. Ich wundere mich immer wieder, warum sich die Natopartnerstaaten so vehement um einen Nichtpartner kümmert, der sich als ziemlicher Schurkenstaar erwiesen hat.
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