03:28 05 Juni 2020
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    Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat seinen britischen Kollegen Michael Fallon, der Moskau vor einer Zusammenarbeit mit Libyen gewarnt hatte, zurechtgewiesen. Fallon hatte sich unzufrieden mit den neuen Kontakten zwischen Russland und Libyen gezeigt: Die westlichen Staaten „wollen nicht, dass der Bär dort seine Tatzen reinsteckt“.

    Schoigu wurde am Dienstag während eines Auftritts an der Moskauer Diplomatenhochschule MGIMO auf Fallons Äußerung angesprochen.

    „Was das tierische Thema angeht, was haben die (die Briten – Red.) auf ihrem Wappen? Einen Löwen? Es gibt ein altes Sprichwort: Jeder Löwe ist eine Katze. Aber nicht jede Katze ein Löwe", kommentierte der russische Minister. „Wir denken nicht, dass in deren Zoo schon ein Tier aufgewachsen ist, dass dem Bären anweisen kann.“

    In Libyen herrscht seit dem Umsturz von 2011, bei dem die Nato eine große Rolle gespielt hat, blutiges Chaos. 2015 machte der damalige libysche Regierungschef Abdullah al-Thani die westlichen Staaten für die tiefe Krise in seinem Land verantwortlich und appellierte an Russland um Hilfe. Im vergangenen Jahr zeigte die libysche Armee-Führung Interesse für eine Wiederaufnahme der Waffendeals mit Russland.

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    Tags:
    Michael Fallon, Sergej Schoigu, Großbritannien, Russland