00:26 15 November 2019
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    Janukowitsch erläutert Bitte an Putin um Truppenentsendung in Ukraine

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    Der Ex-Präsident der Ukraine Viktor Janukowitsch hat nach eigenen Worten Russland nicht um eine Truppenentsendung in die Ukraine ersucht, sondern einen Antrag auf „Schutz seines Volkes“ gestellt. „Ich habe nicht gebeten, Truppen in die Ukraine zu schicken“, sagte Janukowitsch laut

    „Ich habe nicht gebeten, Truppen in die Ukraine zu schicken“, sagte Janukowitsch laut Medienberichten. Er habe keinen Brief an den russischen Präsidenten Waldimir Putin gesendet, sondern nur einen Antrag gestellt, so der Ex-Präsident. „Ich habe keinen Verrat an meinem Volk verübt, sondern nur versucht, mein Volk in Schutz zu nehmen, und zwar im Rahmen meiner Vollmachten“, wird Janukowitsch ferner zitiert.

    Sein Hauptziel sei es gewesen, „den Banden von Illegalen in den Arm zu fallen“, die „mit der Tötung von Menschen im Donbass begonnen haben“, so Janukowitsch. „Ich habe nach Mitteln zum Schutz der Menschen gesucht“, ergänzte er.

    Der damalige russische Botschafter bei der Uno Vitali Tschurkin hatte am 4. März 2014 in einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates berichtet, dass Janukowitsch um eine Truppenentsendung in die Ukraine gebeten hatte.
    Eine Kopie des diesbezüglichen Antrags des ehemaligen ukrainischen Präsidenten an den russischen Staatschef war auf der ukrainischen  Webseite zensor.net veröffentlicht worden. Darin hieß es, die Ereignisse auf dem Maidan hätten dazu geführt, dass „die Ukraine an den Rand eines  Bürgerkrieges geraten ist“.

    „In diesem Zusammenhang wende ich mich an den Präsidenten Russlands, Wladimir Putin, mit der Bitte, die Streitkräfte der Russischen Föderation einzusetzen, um Gesetzlichkeit, Frieden und Rechtsordnung wiederherzustellen und eine Stabilisierung und den Schutz der Bevölkerung der Ukraine zu sichern“, so der Appell.

    Eine Kopie des Antrags wurde Ende Januar 2017 vom UN-Sekretariat an Kiew übergeben, wie der Generalstaatsanwalt der Ukraine, Juri Luzenko, auf Facebook schrieb. Ihm zufolge sind alle aus Russland eingegangenen Dokumente von der Uno offiziell anerkannt worden. „Den Ermittlern der Militärstaatsanwaltschaft liegen nun unwiderlegbare dokumentarische Beweise für den Hochverrat von Janukowitsch vor“, so Luzenko.

    Bei den blutigen Unruhen auf dem Protestplatz Maidan waren mindestens 100 Menschen ums Leben gekommen. Die neuen ukrainischen Behörden, die nach dem Umsturz in Kiew die Macht übernommen hatten, machten Janukowitsch und die „Berkut“-Spezialkräfte des Innenministeriums für das Geschehene verantwortlich.

    Janukowitsch hat am 22. Februar 2014 die Ukraine verlassen und hält sich seitdem in Russland auf.

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    Antrag, Brief, US-Sicherheitsrat, Witalij Tschurkin, Juri Luzenko, Viktor Janukowitsch, Wladimir Putin, Donbass, Kiew, Ukraine