23:01 15 Dezember 2019
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    RT- und Sputnik-Chefredakteurin Margarita Simonjan

    RT-Chefredakteurin gibt französischem Journalisten deutliche Antwort

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    Die RT- und Sputnik-Chefredakteurin Margarita Simonjan hat einem Journalisten der französischen Zeitung „La Croix“ auf die Anschuldigungen geantwortet, beide Medien würden im Vorfeld der Präsidentschaftswahl in Frankreich angeblich „russische Propaganda“ betreiben.

    Vor allem hat Simonjan die Versuche verurteilt, den Start der französischen Version des russischen TV-Auslandssenders mit der Präsidentschaftswahl in Zusammenhang zu bringen. Der Sender hätte bereits 2014 den Sendebetrieb aufnehmen sollen, sagte sie. Doch die Verwirklichung des Projekts habe wegen dem Kursverfall des Rubels verschoben werden müssen.

    „Jedenfalls war es nie unser Ziel, den Sendebetrieb vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich zu starten. Das ist eine Lüge, die sich die französischen Journalisten ausgedacht haben“, betonte Simonjan.

    Wie sie anmerkte, hat sich in Europa der Kampf gegen Fake News in ein Instrument verwandelt, das gegen RT und Sputnik gerichtet ist.
    „Im Grunde genommen haben wir es hier mit einem Druckmittel zu tun, nicht aber mit einem Instrument der demokratischen Transparenz. Die französische Presse veröffentlicht täglich Falschmeldungen über Russia Today, Sputnik und Russland, aber diese Desinformation wird in Paris von keinem verurteilt", sagte die RT-Chefredakteurin.

    Simonjan wies auch die Beschuldigungen des „La Croix“-Journalisten entschieden zurück, dass RT und Sputnik unglaubwürdige Informationen verbreiten würden. Ihr zufolge verfügen die russischen Massenmedien ebenso wie andere über ein System von Filtern zur Prüfung von Fakten, die es erlauben, keine Falschinformationen durchzulassen.

    Fehler würden bei allen vorkommen, äußerte sie, doch bei RT geschehe dies bedeutend seltener als bei anderen, zum Beispiel bei CNN. Sie machte darauf aufmerksam, dass die westlichen Medien sich zuweilen an RT wenden und um Kommentare und Erläuterungen bitten würden, dann aber den Standpunkt des TV-Senders nicht publik machten.
    „Sie schreiben über uns, was sie schreiben wollten, unabhängig von den realen Tatsachen. Dieses Verhalten der westlichen Presse uns gegenüber ist enttäuschend“, so Simonjan.

    RT werden ihr zufolge meistens drei Falschmeldungen zugeschrieben – über französische Korrespondenten in Moskau in T-Shirts mit der Aufschrift „Wperjod!“ („Vorwärts!“), über das Doppelleben von Emmanuel Macron und die Ausgaben für seine Libanon-Reise. In Wirklichkeit stammen diese Nachrichten aber nicht vom TV-Sender selbst, sondern von anderen Personen und Medien.

    „Sie und Ihre Kollegen stellen mir Fragen konkret zu diesen drei Meldungen, als ob jemand befohlen hätte, gerade diese Fragen zu stellen. Ihre Aufgabe ist es, Ihren Lesern zu zeigen, dass Russia Today und Sputnik gegen Emmanuel Macron sind, obwohl wir lediglich das wiederholen, worüber auch die französische Presse spricht“, erklärte Simonjan.

    Wie sie im Weiteren sagte, hat vor RT und Sputnik nie die Aufgabe gestanden, Russlands Bild im Ausland zu ändern, vielmehr geht es darum, der Welt das zu erzählen, worüber die anderen schweigen.
    „Die ganze westliche Presse sagt ein und dasselbe. Die Welt braucht einen anderen Standpunkt. Die Welt braucht andere Stimmen“, schloss Simonjan.

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    RT, Sputnik, Margarita Simonjan, Paris, Frankreich, Russland