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    Tokio muss Einwohnern von Okinawa Entschädigung wegen Lärm von US-Flugzeugen zahlen

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    Politik
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    Das Bezirksgericht der Stadt Naha in der Präfektur Okinawa hat Japans Regierung verpflichtet, den Anwohnern wegen des Lärms der US-Militärflugzeuge von der Kadena Air Base eine Entschädigung in Höhe von 30 Milliarden Yen (ca. 264 Millionen Dollar) zu zahlen, wie am Donnerstag der japanische TV-Sender NHK berichtet.

    Demnach hat das Gericht der Gemeinschaftsklage von 22.000 Bürgern stattgegeben, die sich darüber beschwerten, dass der Lärm von diesem US-Luftstützpunkt das gesetzlich festgelegte Lärmpegel-Maximum für die Tages- und die Nachtzeit übersteige, was die Gesundheit beeinträchtige. Das Gericht hat laut den Medienberichten allerdings ein völliges Flugverbot für Militärflugzeuge und die Kipprotor-Wandelflugzeuge MV-22 Osprey in diesem Gebiet abgelehnt.

    Ende des vergangenen Jahres hatte das Gericht eine ähnliche Entscheidung zur Klage von Anwohnern der US-Marine Corps Air Station Futenma auf Okinawa getroffen. Die Kläger sollen vom Staat eine Lärmentschädigung in Höhe von 2,45 Milliarden Yen (ca. 22 Millionen Dollar) gefordert haben.
    Zudem hatte der Gouverneur von Okinawa, Takeshi Onaga, gemäß einem Beschluss des Obersten Gerichts Japans das Verbot für die Arbeiten zur Verlegung der US-Militärbasis Futenma auf das Territorium dieser Präfektur aufgehoben. Dabei versprach er den Bürgern, auch weiterhin auf dem Gerichtswege den Abzug der amerikanischen Militärobjekte vom Territorium der Insel Okinawa zu erwirken.

    Auf der Insel Okinawa befindet sich ein Großteil der US-Militärobjekte in Japan, darunter die größte Air Base außerhalb des Territoriums der Vereinigten Staaten. Auf der Insel ist zudem eine Division der US-Marineinfanterie stationiert. Insgesamt befinden sich 50.000 Amerikaner auf Okinawa, darunter 30.000 Militärangehörige und Personal der Militärstützpunkte.

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    Tags:
    Medien, USA, Japan, Tokio