13:19 18 Oktober 2017
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    Tokio protestiert gegen Russlands Stationierungspläne auf Kurilen-Inseln

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    Japan hat nach der von Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu erklärten Absicht Moskaus, auf den Kurilen-Inseln im Jahr 2017 eine Division zu stationieren, eine Protestnote an Russland gerichtet, wie am Donnerstag der Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga in Tokio mitteilte.

    Darin verwies Suga darauf, dass der Protest am 22. und 23. Februar erklärt worden sei. Wie er betonte, stehen derartige Absichten Russlands im Widerspruch zu Japans Interessen.
    „Es ist zu bedauern, wenn Russlands Streitkräfte ihre Militärpräsenz auf den nördlichen Territorien (so bezeichnet Japan die zu Russland gehörenden Südkurilen-Inseln – Anm. d. Red.) ausbauen. Das widerspricht der Position unseres Staates“, so Suga.

    Am Mittwoch hatte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu in der Staatsduma (Parlamentsunterhaus) erklärt, dass die Verteidigungsbehörde im Jahr 2017 eine Division auf den Kurilen-Inseln stationieren wolle.
    Schoigu hatte seinerzeit die Aufstellung von drei Divisionen im Westen des Landes im Jahr 2016 sowie die Schaffung der Infrastruktur für das russische Militär auf den Kurilen bekannt gegeben.
    In Japan habe man damals kein Problem in dieser Erklärung gesehen.

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    Tags:
    Sergej Schoigu, Japan, Kurilen, Russland, Tokio
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