22:34 28 November 2020
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    Der Sohn des berühmten Boxers Muhammad Ali ist Anfang Februar von der US-Einwanderungsbehörde für zwei Stunden auf dem internationalen Flughafen Fort Lauderdale auf Florida festgehalten worden, wie die Zeitung „Miami New Times“ am Freitag berichtete.

    Laut dem Blatt ereignete sich der Vorfall am 7. Februar, als Muhammad Ali Junior zusammen mit seiner Mutter Khalilah Ali, der ersten Ehefrau des Boxers, von Jamaika auf Florida eingetroffen war.

    Wie die Zeitung berichtet, haben Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde den 44-jährigen Sohn des berühmten Boxers für zwei Stunden festgehalten und ihn während der Befragung zwei Mal nach seiner religiösen Zugehörigkeit gefragt. Die Ex-Ehefrau von Muhammad Ali soll dagegen nicht festgehalten worden sein, da sie ein Foto mitgeführt habe, das sie zusammen mit dem berühmten Boxer zeigt.

    Wie ein Freund der Familie, der ehemalige Bundesstaatsanwalt Chris Mancini, sagte, habe Ali Junior keine kriminelle Vergangenheit und sei Staatsbürger der USA.

    „Das ist empörend. Ich weiß nicht, was mit der Behauptung (des US-Präsidenten Donald) Trump los ist, dass sein Dekret nicht auf der Religion beruht“, erklärte Mancini.

    Donald Trumps Terrorschutz-Dekret sah vor, die Einreise von Flüchtlingen aus Konfliktzonen in die USA einzuschränken. Das Dekret über den Schutz der USA vor Terrorismus war Trump zufolge dazu in Kraft getreten, um keine radikalen Islamisten ins Land zu lassen. Es stoppt die Flüchtlingsaufnahme: aus Syrien für unbestimmte Zeit, aus anderen Ländern für 120 Tage. Außerdem verbietet es Bürgern aus besonders gefährdeten Ländern die Einreise in die USA für 90 Tage, was insbesondere Bürger aus Syrien, dem Iran und Irak, aus Libyen, Somalia, dem Sudan und Jemen betrifft.

    Trumps Terrorschutz-Dekret war den Vereinigten Staaten auf eine sehr unterschiedliche Reaktion gestoßen. Am 3. Februar hatte Bundesrichter James Robart in Seattle das umstrittene Dekret zeitweilig landesweit gestoppt. Eine erste Appellation war erfolglos geblieben. Daraufhin hatte die Trump-Administration auf eine weitere Klärung verzichtet und zu verstehen gegeben, dass der Präsident, statt seinen früheren Erlass zu verteidigen, nun ein neues Dokument ausarbeite, in dem die Gerichtsentscheidung berücksichtigt werden würde.

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    Terrorschutz-Dekret, USA