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22:33 22 September 2019
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    Protestdemonstration gegen Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten

    „American Conservative“ zu Folgen „russophober Epidemie“ in den USA

    © REUTERS / Jonathan Ernst
    Politik
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    Gegner von US-Präsident Donald Trump wollen verhindern, dass er sein Wahlversprechen, die Beziehungen zu Russland zu verbessern, verwirklicht. „Das könnte einen neuen Kalten Krieg zur Folge haben“, wie das Monatsmagazin „The American Conservative“ in seiner jüngsten Onlineausgabe schreibt.

    „Donald Trump wurde Präsident, weil er das amerikanische Volk und das Weltgeschehen besser versteht als seine Rivalen. Bush und Obama hatten die USA in einige blutige Konflikte hineingezerrt. Aber Trump ist sich darüber im Klaren, dass die Menschen endloser Kriege bereits überdrüssig geworden sind. Er schlug auch eine neue Außenpolitik vor, die auf eine Verbesserung der Beziehungen zu Russland gerichtet ist“, heißt es in dem Beitrag.

    Gerade dafür hätten US-Amerikaner gestimmt. Aber Trump werde vor dem Hintergrund der ausufernden Anti-Putin-Paranoia daran gehindert, eine Partnerschaft mit dem russischen Präsidenten herzustellen. Der Autor erinnert ferner daran, dass sich die Senatoren John McCain und Lindsey Graham vor keinem Ausdruck scheuen, wenn es um Russland geht.

    Das nenne sich „Triumph der Diplomatie“. „Für Trump wird es alles andere als leicht sein, die Beziehungen zu Moskau zu sanieren, weil selbst Mitglieder der Republikanischen Partei seine Anstrengungen sabotieren… Allem Anschein nach haben US-Medien beschlossen, Trump als Agenten des Kremls hinzustellen und ihn somit zugrundezurichten. Und die Demokraten wollen sich bei Trump für Hillary Clintons Niederlage rächen“, schreibt der Autor.

    „Diese russophobe Epidemie durchkreuzt alle Anstrengungen zur Normalisierung der Beziehungen. Angesichts ständiger Attacken und Versuche, das Weiße Haus als ‚Putins Pudel‘ hinzustellen (so wurde Trump von „New York Times“ bezeichnet – Anm. d. Redaktion) sieht sich die Präsidentenadministration gezwungen, die Rhetorik Russland gegenüber zu verschärfen.“

    „Dabei ergeben sich folgende Fragen: Wohin wird die aggressive Politik Washingtons führen, wenn es keine Verbesserung der Beziehungen zu Moskau gibt? Was ist denn das Endziel dieser Erbostheit und Feindseligkeit von US-Politikern gegenüber Moskau? Warum baut die NATO ihre Kräfte an der russischen Grenze aus? Wird denn ein zweiter Kalter Krieg Realität werden?“

    Der Autor bringt die Hoffnung zum Ausdruck, dass es in Trumps Mannschaft Menschen gibt, die ihn auf die Notwendigkeit hinweisen würden, diese russophoben Attacken abzuwehren. „Denn der zweite Kalte Krieg kann ganz anders enden als der Erste“, heißt es in dem Beitrag.

     

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    Tags:
    Epidemie, Folgen, Russophobie, The American Conservative, USA, Russland