08:06 28 März 2017
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    Flüchtlingsunterkunft in Deutschland (Symbolbild)

    Berlin: Millionen fließen in unbewohnte Flüchtlingsunterkünfte

    © AP Photo/ Jens Meyer
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    Das Land Berlin lässt Millionen Euro in Flüchtlingsunterkünfte fließen, die entweder gar nicht oder nur zu einem kleinen Teil belegt sind, wie die „Berliner Morgenpost“ am Sonntag berichtet.

    Demnach soll Berlin besonders viel Geld in Reinickendorf ausgeben. Seit 2015 miete die landeseigene Immobiliengesellschaft BIM im Auftrag der Sozialverwaltung die ehemalige Tetrapak-Fabrik, um dort über 1000 Asylbewerber unterzubringen. Dafür überweise die BIM dem Privateigentümer jährlich rund 1,5 Millionen Euro. Aber: Kein einziger Flüchtling sei jemals dort eingezogen. Insgesamt koste die Entscheidung Berlins über 3,5 Jahre (der Mietvertrag laufe noch bis 2018) mehr als fünf Millionen Euro.

    Unterkunft für Flüchtlinge nie geöffnet

    Aufgrund politischer Widerstände im Bezirk Reinickendorf sei die Tetrapak-Fabrik nie für Flüchtlinge geöffnet worden. Indes seien die Kostenschätzungen für die Sanierung sowie den Einbau von Heizanlagen weiter gestiegen: Zunächst sei man von 1,5 Millionen ausgegangen, schließlich habe man bei über vier Millionen Euro gelegen, weshalb man auf die Nutzung des Geländes verzichtet habe, hieß es aus dem Senat.

    Nettokaltmieten im zweistelligen Millionenbereich

    Daraufhin habe die BIM vorgeschlagen, die Riesen-Halle als Lager für das neue Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) zu nutzen. Betten und anderes Ausstattungsmaterial für neue Dauer-Unterkünfte für Migranten seien dort untergestellt worden. Gerade in den vergangen Monaten habe Berlin noch einmal viel Geld darin investiert, Flüchtlinge in angemieteten Gebäuden unterzubringen.

    Im Haushaltsjahr 2016 soll das LAF nach Angaben der Sozialverwaltung für Grundstücke, Gebäude und Räume Nettokaltmieten in Höhe von rund 48 Millionen Euro gezahlt haben – exklusive Betriebskosten.

    Einzelfall?

    Auch weitere Unterkünfte sollen nicht komplett belegt sein. So finanziere Berlin in den Hangars des Flughafens Tempelhof seit vielen Monaten eine Infrastruktur für über 2000 Plätze, wovon nur 600 belegt sein sollen.

    Ähnliches spiele sich auch bei der Nutzung der ehemaligen Kaserne Wünsdorf bei Zossen (Kreis Teltow-Fläming) ab. Ex-Senator Mario Czaja hatte im Herbst des Vorjahres erreicht, dass Brandenburg Berlin Migranten „abnimmt“. Bis zu 1200 Flüchtlinge könnten in der Ex-Kaserne wohnen, hieß es, allerdings in einer Art Erstaufnahmestelle und keinem Dauer-Heim.

    Diese Einschränkung habe in Verbindung mit dem Rückgang der Zugangszahlen dazu geführt, dass die erwartete Bewohnerzahl nie erreicht worden sei: Derzeit würden in Wünsdorf nur etwa 60 Flüchtlinge leben. Berlin überweise jedoch täglich 34 Euro pro Platz für eine Mindestbelegung von 330 Menschen ans Land Brandenburg – insgesamt also über 9000 Euro pro Tag oder 110.000 Euro im Monat für nicht belegte Plätze.

    Am kommenden Dienstag seien die Überkapazitäten auch Thema im Senat, schreibt die „Berliner Morgenpost“.

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    Tags:
    Millionen, Unterkunft, Lager, Flüchtlingsheim, Migranten, Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF), Brandenburg, Berlin, Deutschland
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    • zivilistAntwort anDRB(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      DRB,

      Berlin ein Ortsteil von Wünsdorf ?
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      NilsMuc79
      Daran ist ganz alleine der ungarische Präsident verantwortlich. Hätte er die Balkanroute nicht dicht gemacht, hätte unsere Regierung auch die Flüchtlingszahlen erreicht, die sie angestrebt hatte!
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      KARLSSEN
      Der Blödsinn der deutschen Regierung will und kann nich aufhören. Obdachlose Deutsche übernachten auf warmen Abflussrohren absolut ohne staatliche Hilfe und die Flüchtlinge sind mit ihren Unterkünften nicht zufrieden. Wann hört denn die merkelische Geldverschwendun auf?
      Ich bin irgendwie nicht bereit mit der Lohnsteuerklasse 1 den Blödsinn bezahlen zu wollen.
    • Iswall65Antwort anDRB(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      DRB,
      so ein Quatsch.
      Die Sowjets haben sich damals erst nach Kriegsende dort einquartiert.
    • ziheihähh-baby
      kann man doch den "schafen" hier als sozial-leistung für "unser "volk verkaufen...und die bringen ja auch was mit .!! teppiche und kopptücher.hm.
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      Sihing
      Deutsche sind also Obdachlos während wir ungenutzte pseudo Unterkünfte
      bezahlen. Diese Politik ist nur noch Verachtenswert.
    • Ritterkreuzträger
      Während Millionen Deutscher Mitbürger im Elend und in der Obdachlosigkeit fristen, fließen hier die Milliardensummen für Fremdlinge oder wie Berlin es zeigt, auch mal für niemanden. Ähnliche Projekte der Steuergeldverschwendung kennen wir zu genüge in Deutschland. Ein Unternehmer könnte sich solche Dinge nie erlauben, da sonst der gute Ruf und der Konkurs auf dem Spiel steht. BRD Politiker können mit unseren Steuergeldern ohne Rechenschaftspflicht und persönlicher Haftung wirtschaften wie sie lustig sind. Für die Russische Förderation sind solche Beispiele, ein deutliches Warnsignal wie man besser mit Steuergeld umzugehen und für das wohl des Volkes sich zu kümmern hat.
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      Putinversteher
      ...ja, und Frau Dr. Merkel wird sagen wie beim Atomausstieg: " Das die Unterkünfte jetzt da sind und bezahlt werden müssen haben die Kommunen und Länder zu verantworten..."
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      ewdw
      Was solls wegen der paar Millionen, der Golem auf Rädern wird uns scho noch richtig melken.

      Wichtig ist der K(r)ampf gegen Räächts.

      Nachrichten des Grauens:

      Es herrscht das blanke Entsetzen !
      Dem mutmaßlichen Großhistoriker Guido Knopp ist der bisher schrecklichste Nachweis gelungen.
      Der gelernte Geflügelzüchter Heinrich Himmler hat tatsächlich Spuren in der Hühnerwelt hinterlassen.
      Bei dem Rentner Gustav M. aus Bad Bramstedt wies Knopp das Vorhandensein der totgesagten Hühnerrasse "Heinrichs Tot Leger" nach. Nach der penibel präzis geplanten Erstürmung des Hühnerstalls durch zwei Dutzend Hundertschaften des SEK unterstützt von 25 Panzerwagen und nachfolgendem mehrstündigem gnadenlosen Verhör, gab Gustav M. endlich zu, einen Hahn und eine Henne zu besitzen, die auf die Namen Heinrich und Gudrun reagieren würden.

      Inzwischen hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen an sich gezogen. Ein Sprecher meinte vor entsetzten Qualitätsjournalisten:
      " Hier tun sich Abgründe auf, inzwischen haben unsere Ermittler sogar im weiterem Umfeld von Gustav M. braune Eier entdeckt. Einige Lieferungen konnten bis nach Dänemark zurückverfolgt werden".

      A. Merkel entschuldigte sich umgehend bei Regierungschef Rasmussen:
      " Wir alle sind erschüttert und beschämt, daß es so weit gekommen ist und bitten um Vergebung".

      Der Däne zeigte sich gnädig, verlangte aber die Übernahme von ca. 2000 Afghanen als Wiedergutmachung.

      Unsere Oma fährt im Hühnerstall Motorrad …..
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      ewdw
      Der Kampf gegen Rääächts geht vor, auch und gerade beim Fußball

      Also ich empfehle ein Pentagramm auf die Trikots zu sticken.
      Das bannt den Teufel, wie man im Faust lesen kann.

      Und eine schwarze Hitler-Büste am Spielfeldrand, da können die Profis immer schön drauf spucken, aber dabei eifriges bekreuzigen und vor jedem Spiel den Ball von einer Jungfrau mit Weihwasser besprühen lassen.

      Hallelujah!
    • LeBon
      Der Umgang mit den anvertrauten Steuergeldern in der berliner Stadtregierung war schon immer desaströs. Nicht umsonst spricht man seit 40 Jahren vom berliner Filz.
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      DRBAntwort anIswall65(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Iswall65, einfach mal nach Wünsdorf fahren und sich dort erkundigen. Googeln hilft auch ein wenig. Ansonsten war der Kommentar eher für den Verfasser bestimmt. Es ist immer peinlich wenn man brisante Themen nachlässig bearbeitet.
    • LeBon
      Ein besonderes "Geschäft" ist das outsourcen staatlicher Hoheitsaufgaben an privatrechtliche Träger. An dem verdienen beide Seiten zu Lasten der Steuerbürger.
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      Russlandversteher
      Die Einheitsparteien Deutschlands CDU/CSU, SPD, Grüne und Linke warten nur darauf, dass die Wahlen in diesem Jahr vorüber sind und dann werden erneut Hunderttausende Kulturfremde unkontrolliert ins Land strömen, denn eine Original-Aussage von Merkel lautet ja, dass der Wähler keinen Anspruch darauf hat, was ihm die Politik vor den Wahlen versprochen hat. Wer es also noch bunter möchte, der soll ruhig weiterhin diese Parteien wählen. Wer wie Merkel in inzwischen unzähligen Fällen Gesetzesbruch begangen hat, wird dies auch weiterhin tun und solche Typen wie der Blender Schulz könnte das im Fall seiner Wahl sogar noch toppen, denn für diesen ehemaligen Alkoholiker sind diese Asylforderer ja sogar wertvoller als Gold. Da möchte man doch lieber kein Besitzer von solchen Edelmetallen sein.
    • Iswall65
      Marode Turnhallen und Schulen, sanierungsbedürftige Sportstätten und Schwimmhallen,
      immer weniger Geld für Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche, usw.usf.
      Aber das wäre ja nur für Einheimische........
    • Iswall65Antwort anziheihähh-baby(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      ziheihähh-baby,
      fliegende Teppiche für die Heimreise wären aber angebrachter.
    • Iswall65Antwort anDRB(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      DRB,
      ich bezog mich auf Ihren letzten Satz mit Shukow.
      Und Wünsdorf kenne ich aus DDR-Zeiten.
      Noch Fragen?
    • ziheihähh-babyAntwort anIswall65(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Iswall65, da war doch mal was mit "facharbeiter"die da kommen,und antanzen ist pflichtfach im fieslahm.
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      ecklenburg
      Berlin wird meines erachtens auf keinem Fall mit den leerstehenden Unterkünften darstehen

      In meinem Wohnort ist die gleiche Situation in kleinerem Maßstab.

      Ich habe Probleme mit der Rechnerei der Bundesregierung , wie verkündet wurde sind millrd.

      Überschüsse erwirtschaftet. Bitte schön und die Schuldenuhr deutschlands tickt und tickt und

      tickt.Für diejenigen die die Bundestagswahlen verweigern, bitte macht Euch Gedanken darüber wie mit keiner abgegebenen Stimme verrechnet wird. Mein Vorschlag hingehen
      Wahlzettel ungültig machen , aber die Stimme ist abgegeben.
    • Ambuya
      Organisation und Planung nichtgenügend, setzen.
      Frage: wohin, besser gesagt an wen, geht das Geld?
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