17:43 29 April 2017
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    An-Nusra-Front in Syrien

    Obama-Regierung beschützte bis zuletzt Al-Nusra-Front Russlands Vizeaußenminister

    © REUTERS/ Hosam Katan
    Politik
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    Die neue US-Administration bestätigt tatkräftig ihre Absicht, gegen die Terroristen zu kämpfen, während die Administration des früheren Präsidenten Barack Obama bis zuletzt die Gruppierung Al-Nusra-Front beschützt hat, wie Russlands stellvertretender Außenminister, Sergej Rjabkow, am Dienstag mitteilte.

    „Vor etwa drei Jahren leitete Washington sehr widerwillig den Kampf gegen die Terrormiliz Daesh (auch ‚Islamischer Staat‘, IS) ein, nachdem die Terroristen mehrere US-Bürger ermordet hatten. Dabei hat die Obama-Administration die Al-Nusra-Front bis zuletzt beschützt und damit gerechnet, diese für den Sturz der legitimen Regierung in Damaskus nutzen zu können“, so Rjabkow.  

    Die Al-Nusra-Front, betonte der Vizeaußenminister, sei ein syrischer Ableger der Terrorgruppierung Al-Qaida, die die Terroranschläge am 11. September 2001 in New York und Washington verübt hatte.

    „Das Obama-Team hat nicht nur den Dschihadisten, sondern auch Al-Qaida-Anhängern geholfen, die mehr als 3.000 Amerikaner getötet hatten. Das ist ein völliger Surrealismus, denn jegliche Begünstigung von Terroristen ist eine schwere Straftat in den USA. Die neue US-Administration versteht angeblich die Situation“, sagte der Diplomat.

    „Es ist offensichtlich, dass das Hauptproblem in Syrien nicht bei Assad liegt, sondern im internationalen Terrorismus, der sich dort ein Nest gebaut hat. Es ist wichtig, dass die neue US-Administration tatkräftig ihre Absicht bestätigt, darunter auch in den Kontakten zu uns, gegen die Terroristen zu kämpfen. Wir sind dazu bereit, uns stört aber das von Obama hinterlassene Hindernis – die Einschränkungen für eine vollwertige militärische Kooperation“, so Rjabkow.

    Ende Januar hatte das erste Telefongespräch zwischen Putin und Trump stattgefunden. Dabei vereinbarten die beiden Staatschefs unter anderem, bilaterale Beziehungen auf „Augenhöhe“ anzustreben, Wirtschaftskontakte wiederherzustellen und den Anti-IS-Kampf besser zu koordinieren. Die Vorbereitungen für das erste offizielle Treffen der beiden Staatschefs seien bereits angelaufen, hieß es.

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    Tags:
    Terroristen, Al-Qaida, Dschabhat al-Nusra, Barack Obama, Baschar al-Assad, Donald Trump, Wladimir Putin, Sergej Rjabkow, Syrien, USA, Russland
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