08:05 28 März 2017
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    An-Nusra-Front in Syrien

    Obama-Regierung beschützte bis zuletzt Al-Nusra-Front Russlands Vizeaußenminister

    © REUTERS/ Hosam Katan
    Politik
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    Die neue US-Administration bestätigt tatkräftig ihre Absicht, gegen die Terroristen zu kämpfen, während die Administration des früheren Präsidenten Barack Obama bis zuletzt die Gruppierung Al-Nusra-Front beschützt hat, wie Russlands stellvertretender Außenminister, Sergej Rjabkow, am Dienstag mitteilte.

    „Vor etwa drei Jahren leitete Washington sehr widerwillig den Kampf gegen die Terrormiliz Daesh (auch ‚Islamischer Staat‘, IS) ein, nachdem die Terroristen mehrere US-Bürger ermordet hatten. Dabei hat die Obama-Administration die Al-Nusra-Front bis zuletzt beschützt und damit gerechnet, diese für den Sturz der legitimen Regierung in Damaskus nutzen zu können“, so Rjabkow.  

    Die Al-Nusra-Front, betonte der Vizeaußenminister, sei ein syrischer Ableger der Terrorgruppierung Al-Qaida, die die Terroranschläge am 11. September 2001 in New York und Washington verübt hatte.

    „Das Obama-Team hat nicht nur den Dschihadisten, sondern auch Al-Qaida-Anhängern geholfen, die mehr als 3.000 Amerikaner getötet hatten. Das ist ein völliger Surrealismus, denn jegliche Begünstigung von Terroristen ist eine schwere Straftat in den USA. Die neue US-Administration versteht angeblich die Situation“, sagte der Diplomat.

    „Es ist offensichtlich, dass das Hauptproblem in Syrien nicht bei Assad liegt, sondern im internationalen Terrorismus, der sich dort ein Nest gebaut hat. Es ist wichtig, dass die neue US-Administration tatkräftig ihre Absicht bestätigt, darunter auch in den Kontakten zu uns, gegen die Terroristen zu kämpfen. Wir sind dazu bereit, uns stört aber das von Obama hinterlassene Hindernis – die Einschränkungen für eine vollwertige militärische Kooperation“, so Rjabkow.

    Ende Januar hatte das erste Telefongespräch zwischen Putin und Trump stattgefunden. Dabei vereinbarten die beiden Staatschefs unter anderem, bilaterale Beziehungen auf „Augenhöhe“ anzustreben, Wirtschaftskontakte wiederherzustellen und den Anti-IS-Kampf besser zu koordinieren. Die Vorbereitungen für das erste offizielle Treffen der beiden Staatschefs seien bereits angelaufen, hieß es.

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    Tags:
    Terroristen, Al-Qaida, Dschabhat al-Nusra, Barack Obama, Baschar al-Assad, Donald Trump, Wladimir Putin, Sergej Rjabkow, Syrien, USA, Russland
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    Alle Kommentare

    • Robin Huut
      Am Ende will der Trump wohl tatsächlich das Spielzeug vom Obama kaputt machen?
      Was so ein echter Friedensnobel-Preisträger ist, der züchtet auch mal eben so Terroristen.
    • avatar
      At_Tiffany
      Der sogenannte IS und die sogenannte Al-Nusra-Front waren und sind so eine Art Fremdenlegion der US-Amerikaner zur Verwüstung von Ländern und produzieren von Failed-States.
    • zivilist
      Das ist bemerkenswert diplomatisch formuliert.

      Man darf ruhig sagen, die An Nusra gehört zur US verführten Allianz. Denn wie sonst soll man die Zusammenarbeit bei der Zerstörung des UN Konvois westlich Aleppo beschreiben, die US Airforce bombt mit einem Predator das Fahrerlager, um den Bodentruppen das Startsignal zu geben.
    • sanpodon
      Jetzt ist umgehend an weiteren Analysen des deutschen Beitrages in diesem Krieg zu arbeiten. Dr. Daniele Ganser wird für seine Einschätzung von Madame Merkels Rolle ja bereits entweder diffamiert oder totgeschwiegen.

      Allerdings gilt das Absturz-Portal "Wikipedia" ja bezüglich seiner permanenten politisch-enzyklopädischen Entgleisungen seit Markus Fiedlers Filmen und deren Präsentation bei Ken Jebsen als "nicht mehr zitierfähig". Und der Mainstream befindet sich in derselben hoffnungslosen Situation, so dass ein neues Bewusstsein die Deutsche Führerin einer Verurteilung u. A. wegen massiver Verstöße gegen das Deutsche Grundgesetz näher bringen sollte.
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      hihardt
      Dass Obama extreme Terroristen schützte (z. B. Al-Nusra) ist bekannt. Sie waren als "Stille Reserve" zum Sturz Assads und Putins gedacht.
    • LeBon
      Genau so hatte man es immer vermutet.
    • benedikt.gresser
      Die Hebamme schützt ihren Zögling und ist dabei erwischt worden. Die Scharaden der Kriegstreiber im Nahen Osten kommen immer deutlicher ans Licht und verlieren zunehmend an Wirkung. Geheimaktionen funktionieren nur, solange sie geheim sind..
    • Isnogud
      McCain, Graham und all die anderen Falken könnte man genauso deswegen zur Verantwortung ziehen, wie Obama selbst. Stattdessen wird weiterhin konsequenzlos gebombt.
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      At_Tiffany
      Wenn Trump sich da raushalten würde und Waffeblieferungen an die Terroristen, egal ob von USA, Saudi-Arabien oder Karzar bezahlt, verbieten würde und die Türkei bekommt keine Waffen mehr, solange nicht sichergestellt ist, dass die nicht an die Terroristen weitergegeben werden und die Türken syrisches Staatsgebier komplett verlassen haben, wäre da im Handumdrehen tiefster Frieden.

      Das dem nicht so ist, zeigt, dass Trump auch anders redet als das, was er macht. Der lügtvielleicht etwas weniger als Obama und Bush, ganz eine andere Politik macht der auch nicht
    • isaac
      LIeber Uncle Donald, laß doch Obama nach Europa fliegen, das hat so schöne bunter Städte, wie Genf, Luxembourg und s' Gravenhague (für fliegende Holländer) und Den Haag in die Provincie Holland in den Niederlanden. Da wird ihm ein gerechtes Urteil widerfahren,
    • isaacAntwort anAt_Tiffany(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      At_Tiffany, Sie sind mir ein Schelm, was machen die Bediensteten in der Waffenbranche? Wollen Sie noch mehr Arbeitsplätze schaffen mit immer mehr Waffen oder wollen Sie gar Frieden. So schnell kann und vor allen Dingen will diese "gepflegte" Industriesparte nicht handeln. Vor allem werden dann die "befütterten" Parteien und deren Glieder (abgekupfert von der Kirche) in vergleichbaren Höhen ohne Risiko zum freien Fall animiert. Unterhalb der Absprunghöhe halten Netze sie einfach davon fern. Nicht jeder hat bereits einen Fallschirm, ergo vorsorgen, beizeit. Weismann ja nie odr?
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      At_TiffanyAntwort anisaac(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      isaac,

      sicher knirscht das im Getriebe, wenn man von Kriegswirtschaft auf privaten Konsum umstellt. Gleichzeitig wird eine wirtschaftliche Aufwärtsspirale in Gang gesetzt. Immer mehr Leute haben Arbeit, konsumieren immer mehr, was noch mal mehr Arbeitsplätze bedeutet und damit noch mehr Konsum.

      Die Waffenwirtschaft ist genau so sinnlos wie ein Feuerwerk, eine Vergeudung von Arbeitskraft und Geld.

      Selbst wenn der Cliton-Obama plan aufgegangen wäre und man die Pipelines von Saudi-Arabien nach Europa hätte verlegen können, dem normalen US-Steuerzahler hätte das gar nichts gebracht, mit dessen Geld hätte man nur die Kriege finanziert und ein paar Plutokraten und Finanzinvestoren stecken den Gewinn ein, die Umverteilung von unten nach oben.
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