15:18 18 November 2018
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    Der russische Militärstützpunkt in Kirgistan

    Putin nennt Bedingung für Abzug russischer Militärbasis aus Kirgistan

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    Politik
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    Wenn Kirgistan glaubt, die russische Militärbasis auf seinem Territorium nicht mehr zu brauchen, werden die russischen Soldaten laut Präsident Wladimir Putin das Land sofort verlassen. Die Länder sind sich jedoch darüber einig, so Putin, dass der russische Militärstützpunkt die Sicherheit in Zentralasien fördert.

    „Wenn Kirgisien eines Tages sagt, dass es seine Streitkräfte schon dermaßen verstärkt hat, dass es eine solche Basis nicht mehr braucht, werden wir noch am selben Tag gehen“, sagte Putin in einer Pressekonferenz im Anschluss an die Verhandlungen mit seinem kirgisischen Amtskollegen Almasbek Atambajew. „Wir brauchen hier keine Militärkontingente zu stationieren.“ Der Militärstützpunkt habe nur ein Ziel – die Sicherheit in Kirgistan zu gewährleisten.

    Putin vereinbarte zudem nach eigener Aussage mit Atambajew die Entwicklung der bilateralen militär-technischen Zusammenarbeit. „Wir haben unser gemeinsames Verständnis unterstrichen, dass die Präsenz des russischen Stützpunktes in Kirgistan ein wichtiger Faktor ist, der die Stabilität und Sicherheit in der mittelasiatischen Region sichert“, so der russische Staatschef weiter.

    Atambajew betonte seinerseits, er habe während der Verhandlungen mit Putin einen Ausbau der russischen Militärpräsenz in der Republik nicht erörtert.

    „Die Frage eines Ausbaus der russischen Basis haben wir nicht erörtert. Wir haben vielmehr die Verstärkung der kirgisischen Armee, die Aktivierung der Waffen- und Ausrüstungslieferungen besprochen“, so der kirgisische Präsident.

    Im Mittelpunkt des Gesprächs mit Putin stand Atambajew zufolge der gemeinsame Kampf gegen die aktuellen Gefahren in der Region, wie etwa Terrorismus, Drogenhandel und die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität.

    Der Status der russischen Militärbasis in Kirgistan wird in einem Abkommen aus dem Jahr 2012 festgelegt, das Ende Januar 2017 in Kraft getreten war. Die Miete für Grundstücke und Gewässer in Kirgistan wird Russland jährlich 4,5 Millionen US-Dollar kosten. Das Abkommen gilt für die nächsten 15 Jahre und soll daraufhin alle fünf Jahre automatisch verlängert werden, sollte keine der Seiten ihren Wunsch auf Kündigung äußern.

     

     

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    Tags:
    Militärstützpunkt, Almasbek Atambajew, Wladimir Putin, Kirgistan, Russland