14:17 21 November 2019
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    Wie das FBI den Agenten-Autor des „Trump-Dossiers“ hängenließ - WP

    © AFP 2019 / Mandel Ngan
    Politik
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    Die US-Bundespolizei FBI hat den Autor des den US-Präsidenten Donald Trump kompromittierenden „Dossiers“ eigentlich honorieren wollen, wie die Zeitung „The Washington Post“ berichtet. Einige Wochen vor den Wahlen soll das FBI eine entsprechende Vereinbarung mit ihm getroffen haben, wie am Mittwoch die russische Agentur RBC berichtet.

    Der ehemalige britische MI6-Agent Christopher Steele, dem zugeschrieben wird, das besagte Dossier verfasst zu haben,  war laut WP mehrere Wochen vor der Präsidentschaftswahl in den USA mit dem FBI übereingekommen, dass ihn die Behörde für die Fortsetzung seiner Arbeit entlohnen würde. 

    Wie Gesprächspartner der Zeitung erzählten, soll das FBI beschlossen haben, ihn zu bezahlen, nachdem die Nachrichtendienste der USA zu der Ansicht gelangt waren, dass sich Russland in die amerikanische Präsidentschaftswahl einmische. Das FBI habe Steele als zuverlässig und seine Information, wenn auch nicht als bewiesen, so doch als einer weiteren Untersuchung würdig betrachtet.

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    Letztendlich habe das FBI Steele aber doch nichts dafür ausgezahlt, so das Blatt. Die Verbindung zwischen dem FBI und dem Ex-Geheimdienstler sei abgebrochen, nachdem das sogenannte Trump-Dossier in die Medien gelangt war.

    Dabei handelte es sich um jenen Bericht, den das amerikanische Nachrichtenportal BuzzFeed Mitte Januar veröffentlichte. Darin hieß es, das Trump-Team besitze angeblich Beziehungen zu Russland und die russische Führung verfüge über Material, das den US-Präsidenten in Misskredit bringe. Laut dem Nachrichtenportal soll dieses Dossier eine Person gesammelt haben, die sich als ehemaliger MI6-Agent bezeichnet habe. Das „The Wall Street Journal“ habe später den Namen genannt.

    Donald Trump selbst bezeichnete das veröffentlichte und ihn diskreditierende Dossier als Lüge.

    Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, dementierte die Existenz von angeblich in Russlands Besitz befindlichen und den US-Präsidenten kompromittierenden Materialien.

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    Tags:
    Britischer Geheimdienst MI6, FBI, Christopher Steele, Donald Trump, USA