02:57 25 März 2017
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    François Fillon

    Frankreich: Fillons Wahlkampf-Stratege schmeißt hin

    © REUTERS/ Gonzalo Fuentes
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    Patrick Stefanini, Wahlkampfchef des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Francois Fillon, hat seinen Rücktritt angekündigt, wie die Zeitung „Figaro“ unter Berufung auf Mitglieder der Republikanischen Partei meldet.

    „Der Rücktrittsgesuch ist noch nicht angenommen worden“, schrieb der Journalist Jean-Batiste auf Twitter.

    Diese Entscheidung liege in dem Skandal um die Scheinbeschäftigung von Fillons Ehefrau Penelope begründet. Zuvor war berichtet worden, dass Fillon und seine Frau deswegen bereits zu einem Verhör vorgeladen worden sei.

    Francois Fillon/ Marine Le Pen
    © REUTERS/ Eric Gaillard
    Auslöser der Ermittlungen gegen Fillons Gattin war ein Bericht in der französischen Zeitung „Canard Enchaine“. Demnach soll Penelope Fillon über einen Zeitraum von 15 Jahren im Parlament als Assistentin ihres Ehemannes 830.000 Euro verdient haben. Die Voruntersuchung geht dem Verdacht nach, dass Penelope und deren Kinder auf Kosten der Steuerzahler im Parlament beschäftigt wurden, ohne dafür zu arbeiten.

    Fillon selbst weist diese Vorwürfe aber zurück und betont, seine Frau habe schon immer mit ihm gearbeitet – seit den Wahlen 1981. Der Politiker sah hinter den Medienberichte einen Versuch, ihn aus dem Wahlrennen zu schaffen. Darum warf er den Journalisten Verleumdung vor.

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    Tags:
    Wahlkampfchef, François Fillon, Frankreich
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    Alle Kommentare

    • avatar
      At_Tiffany
      Wer will schon der Wahlkampfstratege eines verlorenen Wahlkampfes gewesen sein? Der hatte wohl bisher die Hoffnung, dass Fillon einsieht, dass er verloren hat und aufgibt und das ganze Problem sich so still in ein Wohlgefallen auflöst.
    • avatar
      rkunz
      Ich hoffe natürlich, dass Fillon sich nicht zurückziehen wird, trotz entsprechenden - wohl gezielt fabrizierten - Gerüchten in den Medien.

      Meiner Meinung wäre es wichtig, dass Fillon und Le Pen gemeinsam die üblen Machenschaften und Diffamierungskampagnen der jetzigen "Regierung" gemeinsam verurteilen und demaskieren und ihre Anhängerschaft entsprechend mobilisieren würden, v.a. gegen den gegenwärtigen Innenminister Caseneuve, der keinen Hehl daraus machte, v.a. Frau Le Pen zu diffamieren.
    • Heimlich.Ralf_21
      Nun weiß man auch warum man von Mari LePen auch die Immunität im EU Parlament aufheben will.
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