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    Francois Fillon, former French prime minister, member of The Republicans political party and 2017 presidential candidate of the French centre-right, attends a business conference in Paris, France, January 31, 2017

    Trotz Gerichtsvorladung: Fillon will im Wahlrennen bleiben

    © REUTERS / Christian Hartmann
    Politik
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    Der französische Präsidentschaftskandidat der oppositionellen Republikanischen Partei, Francois Fillon, hat am Mittwoch erklärt, er werde trotz des Skandals um die angebliche Scheinbeschäftigung seiner Gattin Penelope nicht aus dem Wahlrennen aussteigen.

    „Ja, ich werde kandidieren“, sagte Fillon gegenüber Journalisten.

    Zudem bestätigte er den Erhalt einer Vorladung vor die zuständigen Untersuchungsrichter für den 15. März, wo er formell angeklagt werden soll.

    „Mein Anwalt hat mich darüber informiert, dass ich für den 15. März vor Gericht vorgeladen wurde“, so Fillon weiter. Dabei betonte der Politiker, dass nur die Wähler darüber entscheiden könnten, wer Frankreich regieren werde.

    Fillon sprach in diesem Zusammenhang von einem „politischen Mord“. Nicht nur an ihm als Kandidaten, sondern auch an der politischen Rechten und vier Millionen Anhängern, die ihn zum Kandidaten gemacht hatten.

    Am Mittwoch wurde bekannt, dass der Wahlkampfstratege Fillons, Patrick Stefanini, seinen Rücktritt angekündigt hat. Das Gesuch soll jedoch noch nicht angenommen worden sein.

    Diese Entscheidung liege in dem Skandal um die Scheinbeschäftigung von Fillons Ehefrau Penelope begründet. Auslöser der Ermittlungen gegen Fillons Gattin war ein Bericht in der französischen Zeitung „Canard Enchaine“. Demnach soll Penelope Fillon über einen Zeitraum von 15 Jahren im Parlament als Assistentin ihre Ehemannes 830.000 Euro verdient haben. Die Voruntersuchung geht dem Verdacht nach, dass Penelope und deren Kinder auf Kosten der Steuerzahler im Parlament beschäftigt wurden, ohne dafür zu arbeiten.

    Fillon selbst weist diese Vorwürfe aber zurück und betont, seine Frau habe schon immer mit ihm gearbeitet – seit den Wahlen 1981. Der Politiker sah hinter den Medienberichte einen Versuch, ihn aus dem Wahlrennen zu schaffen.

     

     

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    Tags:
    Affäre, Wahlen, François Fillon, Frankreich