04:44 17 Februar 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    3472
    Abonnieren

    Die Medienkampagne über Russlands angebliche Versuche, die amerikanischen Wahlen zu beeinflussen, sollen von der Obama-Administration absichtlich unterstützt worden sein. Dies schreibt am Mittwoch „The New York Times“ unter Berufung auf ehemalige Amtspersonen.

    Demnach gilt dies auch für die Meldungen über angebliche Kontakte von Mitgliedern des Trump-Teams zu Russland, als jener noch designierter Präsident war. Wie betont wird, „wurden derartige Informationen in der ganzen amerikanischen Regierung verbreitet“.

    Ehemalige amerikanische Staatsbeamte meinen, wie das Blatt schreibt, dass zwei Aufgaben entstanden seien: zu garantieren, dass sich derartige Dinge bei Wahlen in den USA und in Europa künftig nicht wiederholen, aber ebenso Wege für eine Untersuchung auf Regierungsebene freizumachen.

    Friedensnobelpreisträger Obama — und seine Kriege

    Des Weiteren hätten die amerikanischen Bündnispartner, einschließlich Großbritanniens und der Niederlande, die USA über Begegnungen russischer Vertreter oder anderer dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nahestehender Leute mit Trumps Mitstreitern informiert. Außerdem hätten die US-Nachrichtendienste Gespräche russischer Vertreter abgehört, von denen sich mehrere im Kreml befinden, in denen von Kontakten mit Trumps Mitstreitern die Rede war, schreibt die NYT.

    Die Nachrichtendienste hätten eine möglichst große Anzahl von geheimen Materialien zu analysieren begonnen und deren Geheimhaltungsstufe verringert, damit mehr Leute in der US-Regierung, in manchen Fällen auch unter den europäischen Bündnispartnern, davon erfahren, heißt es weiter in dem NYT-Material. Wie angemerkt wird, „hat dies erlaubt, viele Angaben auf Intellipedia zu stellen — ein geheimes Portal für Informationsaustausch unter amerikanischen Geheimdienstanalytikern“.

    Mehrere Berichte sollen auch an Kongressmitglieder geschickt worden sein: Beispielsweise seien wenige Tage vor Trumps Inauguration am 20. Januar 2017 an Senator Benjamin Cardin vom US-Bundesstaat Maryland mehrere Geheimdokumente übergeben worden. Laut NYT soll darin von angeblichen „Bemühungen Russlands zur Einmischung in Wahlen in aller Welt“ die Rede sein.

    Russland hatte wiederholt die von den USA erhobenen Anschuldigungen zurückgewiesen. Die amerikanischen Behörden legten  kein einziges Mal Beweise für Russlands angebliche Beteiligung an den Hacker-Angriffen zur Beeinflussung des Ergebnisses der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten vor.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    „Niemals persönliche Affronts gegen Obama vonseiten Moskaus“ – Kreml-Sprecher
    Lawrow wirft Merkel Einmischung in US-Wahlkampf vor
    Obamas letzte Botschaft an Putin: US-Panzer feuern auf polnischen Boden – VIDEO
    Trump will Ermittlungen zu angeblichem Wahlbetrug
    Tags:
    US-Präsidentschaftswahl 2016, Barack Obama, Donald Trump, Russland, USA