03:31 17 Juni 2019
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    Jeff Sessions und Donald Trump

    Sessions schweigt zu „Causa Russland“

    © REUTERS / Kevin Lamarque
    Politik
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    US-Justizminister Jeff Sessions hat bei einer Sonderpressekonferenz angekündigt, sich aus den Ermittlungen zur angeblichen Einmischung Russlands in die US-Präsidentschaftswahl herauszuhalten, wie „The New York Times“ schreibt.

    Dies erklärte Sessions nach dem jüngsten „Washington Post“-Bericht über seine angeblichen Kontakte zu dem russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak, vor und während des Wahlkampfs. Donald Trump sprach ihm sein „volles Vertrauen" aus.

    Die Vorwürfe zu „unrechte Kontakte“ mit weiteren anderen Russen in Washington wies der Justizminister klar zurück. Sessions dementierte auch die Beschuldigung, in der Senatsanhörung für den Posten des US-Justizministers unter Eid gelogen zu haben.

    Bei dem Treffen mit dem russischen Botschafter sei es nicht um seine Rolle in Trumps Wahlkampfstab gegangen. Vielmehr habe er in seiner Funktion als Senator mit Kisljak gesprochen, so Sessions. Bei dem Gespräch am 8. September sei es um Terrorismus gegangen, dann habe Kisljak den Ukraine-Konflikt erwähnt.

    Mit einer Reihe von Twitter-Nachrichten meldete sich auch US-Präsident Donald Trump am Donnerstagabend zu dem Fall zu Wort. Jeff Sessions sei ein ehrlicher Mann und habe nichts Falsches gesagt, so Trump. „Er hätte seine Antwort genauer darlegen können, es war aber eindeutig keine Absicht", twitterte der Staatschef. ​

    ​Die Demokraten wollten nach der verlorenen Präsidentschaftswahl offenbar ihr Gesicht wahren und „überspannten dabei den Bogen“, so Trump ferner. „Sie haben die Wahl verloren und nun leiden sie unter Realitätsverlust.“ Das wahre Thema sei die illegale Weitergabe vertraulicher Informationen, twitterte Trump. „Es ist eine totale Hexenjagd!“

    ​Die Zeitung „The Washington Post" hatte zuvor über zwei Treffen zwischen Sessions und Kisljak berichtet. Das Justizministerium teilte daraufhin mit, die beiden seien einmal bei einem Bürobesuch aufeinandergetroffen, als Sessions noch Mitglied des Verteidigungsausschusses im Senat gewesen sei. Bei dem zweiten Treffen nach einer Rede in der Washingtoner Denkfabrik Heritage Foundation seien auch andere Botschafter anwesend gewesen.

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    Hexenjagd, Gespräch, Rolle, Lüge, Unterstützung, Ermittlungen, Dementi, Jeff Sessions, Donald Trump, USA, Russland