06:24 25 Januar 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    116224
    Abonnieren

    Der türkische Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci darf nicht wie geplant in Frechen bei Köln auftreten – der Betreiber hat dem AKP-Politiker den Zutritt zu der Eventhalle verweigert, da diese für politische Veranstaltungen nicht benutzt werden darf, berichten deutsche Medien am Freitag.

    Zeybekci hatte geplant, am kommenden Sonntag vor den Anhängern der türkischen Regierungspartei zu sprechen. Doch der Veranstalter erhielt Medienberichten zufolge von dem Eventhalle- Betreiber eine Absage. Der Vertrag zwischen dem Eigentümer der Eventhalle und dem Betreiber verbiete es, dass dort politische Veranstaltungen stattfinden, hieß es in der Begründung.

    Die Auftritte des Wirtschaftsministers sowie die zuvor abgesagte Rede des türkischen Justizministers Bekir Bozdag im baden-württembergischen Gaggenau sorgen derzeit für heftige diplomatische Auseinandersetzungen zwischen der Türkei und Deutschland. Bozdag hatte zuvor den Stopp seines Auftritts in Gaggenau als "faschistisches Vorgehen" kritisiert. Der Justizminister wollte in Gaggenau für Zustimmung bei dem Referendum am 16. April über das von Präsident Recep Tayyip Erdogan angestrebte Präsidialsystem werben. Die Stadt hatte die Veranstaltung jedoch wegen Sicherheitsbedenken abgesagt.

    Die türkische Regierung will jedoch trotz aller Kritik nicht auf Wahlkampfauftritte ihrer Minister in Deutschland verzichten. Der türkische Außenminister Cavusoglu hat Deutschland sogar vor Konsequenzen gewarnt. "Wenn Sie mit uns arbeiten wollen, müssen Sie lernen, wie Sie sich uns gegenüber zu verhalten haben", sagte er.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Justizminister Bozdag sagt Treffen mit Maas in Karlsruhe aus Protest ab
    Politiker besorgt über Erdogans Einfluss auf Türken in Deutschland
    Annäherung zwischen Berlin und Moskau verhindern: Til Schweiger äußert sich zu US-Maxime
    Hauptsache gegen den Russen – Yad Vashem, Putin und mal wieder ein bizarrer ARD-Kommentar