17:07 28 Januar 2020
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    Nach der Inhaftierung des „Welt“-Journalisten Deniz Yücel in Istanbul wegen möglicher Verbindungen zu den Terroristen wirft der Präsident Recep Tayyip Erdogan Deutschland „Unterstützung des Terrorismus“ sowie Asylgewährung für in der Türkei gesuchte Straftäter vor, wie die Zeitung „Daily Sabah“ schreibt.

    „Sie (Deutschland – Anm. der Red.) sollten wegen der Beihilfe zum Terror vor Gericht kommen“, sagte Erdogan am Freitag in Istanbul. 

    Den inhaftierten Korrespondenten Yücel bezeichnete er als „einen deutschen Agenten“, der zudem ein Vertreter der in der Türkei verbotenen Partei PKK sei. Diese Person habe sich monatelang im deutschen Konsulat versteckt, und Deutschland habe sich geweigert, sie an die Türkei auszuliefern, so Erdogan. 

    Er kritisierte außerdem die Absage von Auftritten türkischer Minister in Deutschland bei Versammlungen der türkischen Diaspora, wogegen die „Terroristen aus der PKK“ zu Wort kommen könnten. 

    Die Festnahme von Yücel in Istanbul, der eine doppelte Staatsbürgerschaft besitzt, war am 18. Februar bekannt geworden. Er steht in der Türkei auf der Fahndungsliste wegen seiner Publikationen über die Cyber-Angriffe auf das E-Mail-Postfach des türkischen Energieministers Berat Albayrak. 

     

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    Tags:
    Gericht, Vorwürfe, Journalist, Beihilfe, Terror, Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Die Welt, Deniz Yücel, Recep Tayyip Erdogan, Türkei, Deutschland