17:45 05 Juli 2020
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    Migrationsproblem in Europa (1282)
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    Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz hat sich in einem Interview mit der „Bild am Sonntag“ für Flüchtlings-Auffanglager außerhalb der EU-Grenzen ausgesprochen.

    „Wichtig ist, dass sie Schutz bieten und dass Menschen, die sich illegal auf den Weg nach Europa machen, dorthin zurückgebracht werden", betonte er. Wo sich genau solche Flüchtlingslager befinden würden, sei „nicht so entscheidend". „Solche Einrichtungen könnten in Ländern wie Ägypten, in Georgien oder einem Land im Westbalkan liegen", so Kurz.

    „Wenn wir Menschen nach Mitteleuropa weiterwinken, machen sich immer mehr auf den Weg", ist sich der österreichische Chefdiplomat sicher. Die Auffanglager sollten zudem gemeinsam mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR betrieben werden.

    Außerdem könne die Ausweisung illegaler Migranten das Problem nicht lösen, so Kurz: „Es sei leichter, jemanden an der Außengrenze der EU zu stoppen und zurückzubringen, als wenn er in Wien oder Berlin bereits eine Wohnung bezogen hat." Jede denkbare Route, darunter auch die Mittelmeerroute, sollte geschlossen werden.  

    Kurz kritisierte die bisherige EU-Flüchtlingspolitik, sagte aber, es sei nicht richtig, diese nur an Angela Merkel festzumachen, weil diese „falsche Politik" von vielen Staats- und Regierungschef sowie der EU-Kommission mitgetragen worden sei.

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    Tags:
    Flüchtlingslager, Migranten, EU, Sebastian Kurz, Europäische Union, Ägypten, Georgien, Österreich