12:22 18 November 2019
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    Krim im WinterMilorad Dodik, Milorad Dodik, Präsident der Republika Srpska in Bosnien und Herzegowina

    Krim-Frage „ist entschieden“ – Warum, erläutert der Präsident der Republika Srpska

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    Das Krim-Referendum hat den Willen des Volkes der Halbinsel demonstriert, das zum Bestand Russlands gehören muss. Die Krim-Frage ist somit endgültig entschieden, wie Milorad Dodik, Präsident der Republika Srpska, einer von zwei Entitäten in Bosnien-Herzegowina, im Interview mit der russischen Zeitung „Iswestija“ sagte.

    Die Hauptursache für den Austritt der Krim aus dem Bestand der Ukraine sieht Dodik demnach in dem Staatsstreich in Kiew 2014. Der endgültige Status der Halbinsel sei dann von dem durchgeführten Referendum nur fixiert worden, meint er. Und trotzdem beeile sich der Westen nicht, den faktischen Übergang der Krim zu Russland anzuerkennen. Und dies, obwohl der westliche Standpunkt zum Kosovo beispielsweise ein ganz anderer sei.

    „Der Westen erkennt den Willen des Volkes der Krim nicht an, obwohl er den Willen der politischen Elite im Kosovo anerkennt, wo es nicht einmal ein Referendum gegeben hatte. Es ist schwierig, die Handlungen des Westens vorauszusagen, der so gern doppelte Maßstäbe anlegt“, meinte Dodik dazu.

    Für die Aufhebung der Russland-Sanktionen sind dem Politiker zufolge weiter die russisch-amerikanischen Beziehungen entscheidend, da in Europa selbst viele doch schon bereit wären, auf die einschränkenden Maßnahmen Russland gegenüber zu verzichten. In vielem sei dies damit verbunden, so Dodik, dass die EU-Länder „selbst ernsthafte Wirtschaftseinbußen zu verzeichnen haben“, wogegen Russland „begonnen hat, seine eigene Wirtschaft zu entwickeln, und dadurch nur erstarkt ist“.

    Präsident Dodik kommentierte in dem „Iswestija“-Interview auch den aktuellen Status der Republik Srpska, eines Staatsgebildes mit überwiegend serbischer Bevölkerung auf dem Territorium von Bosnien-Herzegowina. Wie er betonte, wird die Republik „stets mit Serbien verbunden sein“, ungeachtet der zwischen ihr und Serbien existierenden Grenze.

    „Die Kosovo-Problematik empfinden wir ebenso schmerzhaft wie Serbien“, ergänzte  Dodik weiter. „Unsere Aktivitäten in Bosnien und Herzegowina sind auf die Nichtanerkennung des Kosovo gerichtet. Der Westen hat im Fall des Kosovo gegen das Völkerrecht verstoßen“, erläuterte der Politiker seine Position. Sollte das Kosovo ein Mitglied  großer internationaler Organisationen werden, so würde die Republik Srpska ebenfalls eine Änderung ihres Status zur Sprache bringen,

    Das US-Finanzministerium hatte am 17. Januar Sanktionen gegen den Präsidenten der Republik Srpska, Milorad Dodik, verhängt. In den USA wird dem Politiker vorgeworfen, „die Souveränität und die territoriale Integrität Bosniens-Herzegowinas zu bedrohen“. Moskau habe diese Entscheidung Washingtons verurteilt und sie als einen „Versuch zur Erschwerung der Stabilisierung auf dem Balkan“ bezeichnet.

    Präsident der Republik Srpska Milorad Dodik
    © Sputnik / Александар Милачић
    Die Republik Srpska war nach dem Bürgerkrieg in Bosnien-Herzegowina im Jahr 1995 durch das Friedensabkommen von Dayton im Status einer Entität anerkannt worden. In den Bestand dieses Staatsgebildes wurden kompakte Siedlungsgebiete mit serbischer Bevölkerung eingegliedert.

    Die Krim war im März 2014 — nach gut 22 Jahren in der unabhängigen Ukraine — wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Halbinsel bei einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte. Anlass für die Volksabstimmung war ein nationalistisch geprägter Staatsstreich in Kiew.

    Die neue ukrainische Regierung erkennt die Abspaltung der Krim nicht an. Die westlichen Staaten haben den Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch und die von der Opposition gestellte Regierung in Kiew akzeptiert, jedoch nicht das Krim-Referendum. Nach dem Beitritt der Halbinsel zu Russland verhängten die USA und die EU Sanktionen gegen Russland und die Krim.

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    Milorad Dodik, Republika Srpska, Kosovo, Bosnien-Herzegowina, Krim, USA, Russland