20:06 14 November 2019
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    Nordkoreas Raketenstarts: Moskau ruft zu Zurückhaltung auf

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    Moskau ist besorgt über die jüngsten Raketenstarts durch Nordkorea und ruft alle Seiten zur Zurückhaltung auf, wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag gegenüber Journalisten sagte.

    „Was die Starts Nordkoreas angeht, so sind wir ernsthaft besorgt. Das ist dasjenige Vorgehen, das zu einer weiteren Zunahme der Spannungen in der Region führen könnte. Selbstverständlich ruft Moskau in dieser Situation alle Seiten zur Zurückhaltung auf und will  Meinungen mit den interessierten Seiten austauschen“, so Peskow.  

    Nach den neuen Raketenstarts durch Pjöngjang  einigten sich die Chefs der Sicherheitsräte der USA und Südkorea laut der südkoreanischen Agentur Yonhap darauf, gemeinsam die Sanktionen und den Druck auf Nordkorea zu verstärken.  Zudem sei für Dienstag eine Sitzung des Aufklärungsausschusses beim südkoreanischen Parlament geplant, in deren Rahmen eventuelle Schlussfolgerungen aus den jüngsten Raketentests  gezogen würden, hieß es.

    Das offizielle Tokio habe bereits zwei Sitzungen des nationalen Sicherheitsrates einberufen sowie Telefongespräche mit seinen Partnern in Südkorea und den USA durchgeführt. Gegen die Raketenstarts sollen sich nicht nur traditionelle Partner Japans in der Region und  außerhalb ihrer Grenzen, sondern sogar Peking ausgesprochen haben. 

    Auch Italien hat sich laut dem italienischen Außenministerium jenen Ländern angeschlossen, die gegen Pjöngjangs Raketentests auftreten, und diese als Bedrohung für den Frieden bezeichnet. 

    „Die andauernden Raketenstarts sowie die Entwicklung des Raketenarsenals Nordkoreas stellen eine Gefahr für den Frieden und die internationale Sicherheit dar. Diese verstoßen gegen die Resolutionen des UN-Sicherheitsrates“, heißt es in der Mitteilung.  

    Nordkorea hatte jüngst nach Angaben von Yonhap vier ballistische Raketen in Richtung Japanisches Meer abgefeuert. Die Starts erfolgten demnach um 07.36 Uhr Ortszeit (23.36 Uhr MESZ) in der Gegend um Tongchang-ri in der Provinz P’yŏngan-pukto. Es könnte sich dabei um ballistische Interkontinental-Raketen vom Typ KN-08 oder KN-14 handeln, berichtete Yonhap.

    Mehrere der von Pjöngjang gestarteten Raketen seien innerhalb der Seewirtschaftszone Japans ins Japanische Meer gestürzt, wie der Generalsekretär des japanischen Ministerkabinetts, Yoshihide Suga, laut Yonhap am Montag mitteilte.

    Nordkoreas Raketenstartplatz Tongchang-ri
    © AP Photo / David Guttenfelder
    Dieser Start sei zeitlich mit einer großanlegten südkoreanisch-amerikanischen Militärbungen in Südkorea zusammengefallen.

    Zuletzt hatte Nordkorea am 12. Februar ballistische Raketen getestet. Den Übungen hatte auch der nordkoreanische Staatschef Kim Yong-un beigewohnt, der deren Gelingen bestätigte. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte die Raketenstarts Nordkoreas.

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    Raketenstarts, südkoreanische Agentur Yonhap, UN-Sicherheitsrat, Yoshihide Suga, Dmitri Peskow, Japanisches Meer, China, Japan, Italien, USA, Russland, Südkorea, Nordkorea