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19:40 12 November 2019
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    Russlands Außenminister Sergej Lawrow und Präsident der Republika Srpska, Milorad Dodik

    Republika Srpska vertritt eigenen Standpunkt zu Russland-Sanktionen – Dodik

    © Sputnik / Wladimir Pesnja
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    Ungeachtet des ständigen Drucks durch die EU und den Westen weigert sich die Republika Srpska dagegen, Sanktionen gegen Russland zu verhängen, wie ihr Präsident Milorad Dodik gegenüber Sputnik sagte. Er plädiert dagegen für eine weitere Zusammenarbeit in Handel, Wirtschaft sowie im humanitären Bereich.

    „Wenn die Russland-Sanktionen von der EU und dem Westen verlängert werden, beginnt man auch Druck auf Bosnien und Herzegowina ausüben, um es zu zwingen, sich diesen Maßnahmen anzuschließen“, so Dodik nach seinem jüngsten Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow gegenüber Sputnik. 

    Dabei verwies Dodik darauf, dass er während seines Besuchs in Russland vor mehreren Jahren, mehrere Wochen nach der Verhängung der Sanktionen, eine allgemeine Depressionsstimmung gespürt habe, „aber jetzt sehe ich Stabilisierung“.

    Die Sanktionen hätten Russland geschadet, aber gleichzeitig auch Gewissheit gegeben, dass es sie bewältigen könne. „Und jetzt sind viele stolz darauf, dass man Ersatz gefunden hat“, so der Präsident. Außerdem habe Russland neue Produktionsgebiete entwickelt und voriges Jahr sogar den zweiten Platz auf der Liste der weltgrößten Weizenproduzenten belegt.

    „Wir stehen unter Druck, aber wir weigern uns Sanktionen zu verhängen“, betonte Dodik.

    Am 2. März hatte sich der russische Außenminister Sergej Lawrow mit dem Präsidenten der Republika Srpska, Milorad Dodik, in Moskau getroffen. Dodik bedankte sich bei der russischen Regierung sowie dem russischen Präsidenten Wladimir Putin für die Unterstützung bei der Umsetzung des Abkommens von Dayton. Ohne sie „wäre die Situation viel schlimmer“, betonte Dodik.

    Die Republik Srpska war nach dem Bürgerkrieg in Bosnien-Herzegowina im Jahr 1995 durch das Friedensabkommen von Dayton im Status einer Entität anerkannt worden. In den Bestand dieses Staatsgebildes wurden kompakte Siedlungsgebiete mit serbischer Bevölkerung eingegliedert.

    Das Abkommen von Dayton  beendete 1995 nach dreieinhalb Jahren den Krieg in Bosnien und Herzegowina. Der Friedensvertrag wurde unter Vermittlung der USA mit Beteiligung der EU und unter der Leitung des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton am 21. November 1995 in der Wright-Patterson Air Force Base bei Dayton im US Bundesstaat Ohio paraphiert und am 14. Dezember 1995 in Paris unterzeichnet.

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    Unterstützung, Stabilisierung, Treffen, Sanktionen, Milorad Dodik, Sergej Lawrow, Europäische Union, Republika Srpska, Moskau, Russland