21:33 02 Juli 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    26108
    Abonnieren

    Sowohl in Syrien als auch im Irak kämpfen die Regierungstruppen gegen Terroristen. Sowohl hier als auch dort sind ausländische Luftstreitkräfte im Einsatz. Eine RT-Kolumnistin versuchte zu klären, warum der Krieg gegen Terroristen in westlichen Medien so unterschiedlich dargestellt wird.

    Seit Monaten kämpft die irakische Armee, unterstützt durch eine US-geführte Koalition, um die Befreiung der einstigen Millionenmetropole Mossul. In der stark umkämpften Stadt, die als Hochburg der Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) gilt, befinden sich noch immer Zivilisten. Dass diese unter Bomben ausharren müssen und oft den Terroristen als lebender Schild dienen, würde in westlichen Medien so gut wie mit keinem Wort erwähnt, schreibt die RT-Kolumnistin Polina Duchanowa in ihrem Beitrag.

    „Den Massen von Irakern, die vor dem Krieg fliehen, wird nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt, die zahlreichen zivilen Opfer werden praktisch ignoriert.“

    „Ultimativer Propaganda-Trick“: Aktivist über Twitter-Mädchen Bana aus Aleppo>>

    Ein völlig anderes Bild sei in diesen Medien während der Befreiung des syrischen Aleppo im Dezember 2016 erzeugt worden, so der Beitrag. Der Akzent habe bei den Leiden der Bevölkerung gelegen, obwohl diese aus ihren Häusern durch spezielle, von syrischen und russischen Militärs eingerichtete Fluchtkorridore fliehen konnte. Die Lage sei als humanitäre Katastrophe dargestellt, den Regierungstruppen Kriegsverbrechen unterstellt worden.

    In Aleppo seien rund 100.000 Zivilisten blockiert gewesen, in Mossul seien es 750.000, schreibt Duchanowa. Laut ihren Recherchen berichtete etwa der amerikanische Sender CNN während der entscheidenden Offensive auf Aleppo am 13. Dezember nur zehn Sekunden über die Leiden der Bevölkerung durch die Terroristen und ganze 2:13 Minuten über die Folgen der Militäroperation für die Zivilisten.

    Während der Offensive auf das irakische Mossul am 5. März habe CNN insgesamt drei Minuten seiner Sendezeit den Leiden der Bevölkerung durch die Terroristen gewidmet. Über die Leiden der Zivilisten durch die irakische Offensive sei an dem Tag überhaupt nicht berichtet worden. Auf ähnliche Weise haben laut Duchanowa auch BBC und France 24 über die entscheidenden Kämpfe um Aleppo und um Mossul informiert.

    Zum Thema:

    Aleppo: Mehr als 9.800 Menschen von russischen Ärzten versorgt
    „Man hört nur Lügen“ – Britischer Journalist zu Berichterstattung über Aleppo
    Russischer Generalstab: Keine "mit Leichen übersäten Straßen" in Aleppo
    Tags:
    Mossul, Irak