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    Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu wird am 7. März in der Residenz des türkischen Generalkonsuls in Hamburg-Uhlenhorst für die Einführung des Präsidialsystems in der Türkei werben, wie die Agentur dpa berichtet.

    Inzwischen bestätigte das auch die Hamburger Polizei.

    Am Vortag war der Auftritt des türkischen Politikers in Hamburg im Rahmen der Werbekampagne für die Einführung des Präsidialsystems in der Türkei abgesagt worden. Der Betreiber des „Plaza Event Center“ im Stadtteil Wilhelmsburg, in dem die Veranstaltung stattfinden sollte, strich den Auftritt wegen einer amtlichen Nutzungsuntersagung durch das zuständige Bezirksamt Hamburg-Mitte. Die Begründung: In der Halle fehle ein ausreichender Brandschutz.

    Cavusoglu hatte daraufhin angekündigt, sich von der Absage seines Auftritts nicht stoppen zu lassen. „Mich kann niemand aufhalten. Wir finden schon einen Versammlungsort“, so der Minister. „Indem sie Druck auf private Eigentümer, Hotels und Hochzeitssäle ausüben, lassen sie die Vereinbarungen absagen.“

    Cavusoglus Auftritt ist höchst umstritten und wurde von Politikern fast aller Parteien stark kritisiert.

    Zuvor hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Deutschland vorgeworfen, mit der Untersagung von Wahlkampfauftritten türkischer Politiker wie in der Nazi-Zeit zu handeln. Diesen provokanten Vergleich zog Erdogan vor dem Hintergrund des deutsch-türkischen Streits um den inhaftierten „Welt“-Journalisten Deniz Yücel und der Absagen für mehrere Wahlveranstaltungen türkischer Minister in Deutschland.

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    Tags:
    Absage, Auftritt, Druck, Werbung, Wahlkampf, Mevlüt Cavusoglu, Hamburg, Türkei