20:39 02 Juli 2020
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    Der Kandidat für das Amt des US-Vizejustizministers, Rod Rosenstein, ist nach eigener Aussage bereit, einen unabhängigen Staatsanwalt zur Ermittlung der angeblichen „russischen Kontakte“ der US-Regierung zu ernennen, falls dies den Regeln der Behörde entsprechen sollte, schreibt „The New York Times“.

    Am Dienstag fand im Justizausschuss des US-Senats eine Anhörung statt, bei der die Kandidatur Rosensteins bestätigt werden sollte. Dabei fragte der demokratische Senator Patrick Leahy Rosenstein, ob er bereit sei, einen unabhängigen Staatsanwalt für Russland zu ernennen.

    „Ich bin bereit, ihn zu ernennen, wenn ich das politisch gesehen und hinsichtlich der Regeln des Justizministeriums für angemessen halte“, antwortete Rosenstein. Zugleich betonte er, keine Einzelheiten einer aktuellen Ermittlung zu der angeblichen Einmischung Russlands in die US-Wahlen zu kennen. Er habe diese Frage auch nicht mit Vertretern des Weißen Hauses besprochen.

    „Ich kenne keine Einzelheiten von einer laufenden Ermittlung, wenn es sie überhaupt gibt. Aber ich kann Ihnen versichern: Wenn es darum geht, Amerika gegen Russland oder Amerika gegen jedes andere Land, dann weiß, glaube ich, jeder in diesem Raum, auf wessen Seite ich bin“, sagte Rosenstein.

    Dabei unterstrich er, für das US-Volk seien „ehrliche und unvoreingenommene Ermittlungen“ von großer Bedeutung.

    Zuvor hatte die britische Zeitung „The Guardian“ berichtet, die Ermittlung zu den angeblichen Kontakten des Trump-Teams mit Russland würden im Mittelpunkt der Anhörung des Vizejustizminister-Kandidaten stehen. Der Demokratische Senator Chuck Schumer hatte am Montag gesagt, dass diese Frage bei weitem die wichtigste sei, die Rosenstein zu beantworten habe.

     

     

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    Tags:
    Ermittlung, Donald Trump, Russland, USA