22:17 27 November 2020
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    Warum ganz Japan über diese Gummistiefel spricht

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    Er hat in der Tsunami-Katastrophe das große Geschäft für die Gummistiefelwirtschaft gewittert. Nun muss der Parlamentssekretär der japanischen Regierung, Syunske Mutai, seinen Posten räumen, wie japanische Medien berichten.

    Er habe Katastrophenopfer beleidigt und sei seines Amtes nicht würdig, hieß es demnach vonseiten der Opposition. Daraufhin entschuldigte sich Mutai und reichte seinen Rücktritt ein. Japans Ministerkabinett hat dem am Freitag zugestimmt.

    Mutai besuchte im September letzten Jahres eine von dem Tsunami zerstörte Gegend. Während des Besuchs musste sein Assistent ihn über Schlammpfützen tragen, weil der ranghohe Beamte keine passenden Stiefel dabeihatte. Später erklärte er, der Tsunami sei für die Hersteller von Gummistiefeln sehr von Vorteil, weil es ihnen ein lukratives Geschäft beschert habe.

    Diese Aussage wurde dem 60-jährigen Beamten nun zum Verhängnis: Öffentlichkeit und Opposition werteten sie als zynische Beleidigung der Opfer. Die Opposition im japanischen Parlament drohte mit Konsequenzen gar für Premierminister Shinzo Abe, weil er einen solchen „unwürdigen“ Menschen auf einen so hohen Posten berufen habe.

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    Gummistiefel, Syunske Mutai, Japan