00:02 30 März 2020
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    Kampf gegen IS-Terror (156)
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    Russland wird nicht an der Konferenz zum Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (auch Daesh, IS) in Washington teilnehmen, weil Moskau noch nie an diesem Format teilnahm, wie die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa mitteilt.

    „Wie sie wissen, gibt es viele Formate zur Syrien-Regelung. Es gibt Formate, an denen wir traditionell teilnehmen, die im Großen und Ganzen auch mit Bemühungen durch Russland geschaffen wurden“, so Sacharowa. „Es gibt aber auch Formate, an denen wir nicht teilnehmen“. Deswegen gebe es hier keine Sensation, betonte die Sprecherin des russischen Außenministeriums.

    Das Mitglied des Föderationsrates (Parlamentsoberhaus) und früherer Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma (Unterhaus), Alexej Puschkow, reagierte dagegen weniger zurückhaltend. Man könne den Kampf gegen den IS ohne Russland besprechen, aber besiegen könne man den IS ohne Russland nicht, betonte der Senator.

    „Jetzt treffen sie sich in einem erweiterten Format. Russland wird nicht eingeladen, um zu zeigen, dass Russland keine Rolle im Anti-IS-Kampf spielte. Obwohl dies, gelinde gesagt, gar nicht wahr ist“, sagte der russische Nahost-Experte Semjon Bagdassarow gegenüber der Zeitung „Wsgljad“.

    Der amtliche Sprecher des US-Außenministeriums, Mark Toner, erklärte am Vortag, dass Russland an dem Ministertreffen der 68 Länder der US-geführten Koalition nicht teilnehmen werde. „US-Außenminister Rex Tillerson wird ein Treffen mit den Außenministern und leitenden Beamten der globalen Koalition durchführen, die auf eine vollständige Zerschlagung des IS eingestellt ist“, sagte Toner. Zuvor hatte Reuters berichtet, dass das Treffen am 22./23. März in Washington stattfinden werde.

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    Kampf, Einladung, Treffen, Anti-IS-Koalition, Alexej Puschkow, Maria Sacharowa, Russland, Washington