22:19 10 Dezember 2019
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    Syrische Stadt Al-Bab

    Assad: US-Präsenz in Syrien trägt nicht zu Bekämpfung von Terrorismus bei

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    Russland ist die einzige ernsthafte Kraft, die effektiv gegen die Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) in Syrien kämpft, wie der syrische Präsident Baschar al-Assad am Samstag in einem Interview mit dem Hongkonger TV-Sender „Phoenix“ sagte.

    Ihm zufolge sieht er derweil keine Möglichkeiten, mit der Trump-Administration zusammenzuarbeiten.   Auch die Präsenz der US-Militärs in Syrien würde nicht zur Bekämpfung des Terrorismus beitragen.

    „Wir denken nicht, dass dies helfen wird. Was wollen sie tun? Gegen den IS kämpfen? Sie haben fast alle Kriege verloren. Sie haben im Irak eine Niederlage erlitten und letzten Endes mussten ihre Kräfte abziehen. Sogar in Somalia wie auch in Vietnam und Afghanistan“, so Assad.

    Zudem habe Damaskus Washington kein grünes Licht gegeben, seine Soldaten in die syrische Stadt Manbidsch in der Provinz Aleppo zu verlegen.

    In dieser Woche hatte das Pentagon erklärt, es habe seine Truppen in den Raum von Manbidsch verlegt, um eventuelle Attacken gegen jegliche Gruppierungen außer der Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat) verhindern zu können.

    „Jegliche ausländische Truppen, die nach Syrien ohne unsere Einladung, Konsultationen oder Zustimmung kommen, betrachten wir als Eroberungskräfte, unabhängig davon, ob sie amerikanische oder irgendwelche andere sind“, sagte Assad.

    Zuvor hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan geäußert, dass das nächste Ziel der türkischen Armee nach der Eroberung von Al-Bab die syrische Stadt Manbidsch sei, in der sich derzeit kurdische Formationen aufhielten, die von Ankara als Terrororganisation betrachtet würden.

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    Tags:
    Kampf, Terrorismus, Terrormiliz Daesh, TV-Sender Phoenix, Recep Tayyip Erdogan, Baschar al-Assad, Russland, Syrien, USA