15:54 23 April 2017
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    Der britische Außenminister Boris Johnson

    Johnson verstrickt sich in Widersprüche über „russische Einmischung“

    © REUTERS/ Caren Firouz
    Politik
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    Der britische Außenminister Boris Johnson hat sich am Sonntag etwas widersprüchlich zu den angeblichen russischen Hackerangriffen geäußert: So verfügt London laut ihm über keine handfesten Beweise für Russlands Einmischung in die demokratischen Prozesse Großbritanniens, dennoch zweifelt er nicht an Russlands Schuld.

    „Wir haben derzeit keine Beweise dafür, dass Russland tatsächlich in die Versuche verwickelt war, unsere demokratischen Prozesse zu untergraben. Wir haben in Wirklichkeit keine solche Beweise“, zitiert die britische Zeitung „The Guardian“ Johnson. „Wir haben aber reichlich Beweise dafür, dass die Russen dazu fähig sind.“

    Es gebe wenig Zweifel daran, dass Russland hinter allerlei „schmutzigen Tricks“ stecke. Dabei zählte Johnson eine ganze Reihe von Vorwürfen gegen Moskau auf – angefangen von angeblichen Cyber-Attacken auf französische Fernsehsender 2016 über die Hacker-Angriffe auf US-Diplomaten bis hin zu einem versuchten Staatsstreich in Montenegro.

    Zuvor war bekannt geworden, dass Johnson bald nach Moskau reisen soll, um seinen Amtskollegen Sergej Lawrow zu treffen.

    Nach den zahlreichen Vorwürfen Washingtons, russische Hacker hätten den US-Wahlausgang maßgeblich beeinflusst, wächst in mehreren europäischen Länder im Hinblick auf die kommenden Wahlen die Unruhe vor einer möglichen „russischen Einmischung“. Die Administration des Ex-US-Präsidenten Barack Obama hatte mehrmals betont, Russland habe den Republikaner Donald Trump zum Sieg verholfen. Moskau hatte die Anschuldigungen stets von sich gewiesen und betont, die US-Demokraten suchten nach Verantwortlichen für die eigene Wahlniederlage.

     

     

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    Tags:
    Beweise, Vorwürfe, Einmischung, Sergej Lawrow, Boris Johnson, Russland, London, Großbritannien
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